Theaterfestival in Brandenburg: Der Zauber des Milchwalds
Der Theatersommer Netzeband ist wie eine Mischung aus „Jedermann“ und „Passionsspielen“. Jetzt feiert dieses besondere Dorffestival den 30. Geburtstag.
Ein Stelldichein mit riesenhaften Puppen: „Unter dem Milchwald“ in Netzeband
Tom Mustroph
In Netzeband wird man mit Vogelstimmen empfangen. Kaum hat der Regionalexpress 6 die Betonkante des Bedarfshalts verlassen, ertönt ein Konzert aus einer Vielzahl von Schnäbeln. Die Kyritz-Ruppiner Heide ist nicht weit. 79 Vogelarten sollen dort auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, dem Bombodrom, leben, 28 davon als besonders schützenswert klassifiziert. Ein paar Schritte weiter, im Zentrum des Brandenburger Straßendorfs, mischt sich dann auch eine menschliche Singstimme mit Opernarien à la Pavarotti ein. J. Warren Mitchell, in den USA geborener Tenor, singt sich hier ein für sein Konzert in der Temnitzkirche in Netzeband. Von der lokalen Presse bekam er bereits den Beinamen „Stimme des jungen Pavarotti“ verpasst.











