An diesem Wochenende wird es in München laut, bunt – und extrem heiß. Die Landeshauptstadt erwartet unter dem diesjährigen Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“ mehrere Hunderttausend Besucher zum 47. Christopher Street Day – und erstmals wird auf der neuen „Pride-Meile“ auf der Ludwigstraße vom Odeonsplatz bis zum Siegestor gefeiert.Den Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten der LGBTQ-Community bildet dabei die Polit-Parade, die am Samstag, 27. Juni, um 12 Uhr an der Erhardtstraße/Ecke Fraunhoferstraße startet. Angaben des CSD München zufolge beteiligen sich in diesem Jahr mehr als 200 Gruppen an der Parade. Die wird erstmals von Münchens neuem Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) als Schirmherr angeführt.Die Pride-Parade führt vom Startpunkt – Aufstellung der Fußgruppen ist an der Wittelsbacherstraße – über die Fraunhoferstraße, Müller-, Blumenstraße bis zum Sendlinger Tor; und von dort über die Sonnenstraße, den Stachus und Maximiliansplatz bis zur Pride-Meile auf der Ludwigstraße.Dort läuft bis Sonntag das große Straßenfest des CSD mit mehreren Bühnen und zahlreichen Events. Vor der Feldherrnhalle wird die Hauptbühnen errichtet, kurz vor dem Oskar-von-Miller-Ring wird eine Karaoke-Bühne samt Party-Area eingerichtet. An der Kreuzung zur Rheinsbergerstraße steht die Queer-Stage, es gibt zudem eine Politik-Bühne, eine Fetish-Area, eine Generationen-Area sowie eine Sport-Area. Und auch am Siegestor wird gefeiert. Zudem ziehen sich durch die ganze Ludwigstraße Food- und Getränke-Stände.Am Samstag beginnt um 22 Uhr eine der beliebtesten Aktionen des CSD: Dann verwandelt sich das Münchner Rathaus beim traditionellen Rathaus-Clubbing in eine einzige Party-Area.Am Samstag und Sonntag kommt es wegen der Parade und der zahlreichen Veranstaltungen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen entlang der Parade und rund um die Pride-Meile. Auch für Fahrradfahrer werden Umleitungen in der Innenstadt eingerichtet. Die Buslinien 58, 68, 100, 153 und 154 werden teilweise umgeleitet oder sind auf verkürzten Trassen unterwegs.Mit dem CSD verbindet die Community in diesem Jahr sechs zentrale Forderungen: queere Menschen vor Diskriminierung schützen, Hasskriminalität und Hate Speech bekämpfen, Selbstbestimmung erhalten, das Abstammungsrecht an die Vielfalt der gelebten Familienformen anpassen, queeren Geflüchteten Schutz bieten sowie einen queeren Aktionsplan in Bayern zu verabschieden.