PfadnavigationHomePolitikDeutschlandGesetzentwurfKlingbeil will Alkoholsteuer nur um 20 Prozent erhöhen – gegen Empfehlung von GesundheitsexpertenStand: 00:05 UhrLesedauer: 2 MinutenÄrzte und Politiker fordern höhere Steuern auf Alkohol, um Konsum und Krankheitskosten zu senken. Die Einnahmen sollen zweckgebunden ins Gesundheitssystem fließen.Spirituosen sollen nach den Plänen von Finanzminister Lars Klingbeil spürbar teurer werden. Allerdings bleibt der SPD-Politiker unter den Steuererhöhungen, die Gesundheitsexperten zuletzt empfohlen hatten, heißt es in einem Bericht.Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die Alkoholsteuer weniger stark anheben als zuletzt von der Expertenkommission des Gesundheitsministeriums empfohlen. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Bezug auf einen Gesetzentwurf des Finanzministeriums, der dem Dienst in Auszügen vorliegt. Danach soll die Steuer auf Spirituosen im kommenden Jahr um 20 Prozent steigen.Dadurch würde beispielsweise eine Flasche Wodka mit einem Alkoholgehalt von 40 Volumenprozent im Einzelhandel um knapp einen Euro teurer. Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission hatte dagegen für 2027 einen Anstieg um mehr als 40 Prozent vorgeschlagen. Bis 2029 sah der Vorschlag sogar eine Verdopplung der Steuer vor. Lesen Sie auchEine Erhöhung um 20 Prozent bedeutet, dass die Alkoholsteuer von 13,03 Euro je Liter Reinalkohol auf 15,64 Euro steigt. Bezogen auf eine 0,7-Liter-Flasche und eine Spirituose mit 40 Volumenprozent – unter anderem Wodka, Whisky oder Rum – würde die Steuerlast inklusive Mehrwertsteuer um 87 Cent steigen. Auch die Steuer auf Sekt, Champagner, mit Alkohol versetzte Likörweine sowie sogenannte Alkopops soll den Plänen zufolge um 20 Prozent angehoben werden. Die Biersteuer will Klingbeil dagegen nicht erhöhen. Wein soll weiter steuerfrei bleiben.Die Mehreinnahmen für den Staat sollen sich auf jährlich rund 400 Millionen Euro summieren. Im Gesetzentwurf heißt es, die Steuererhöhung diene der „Konsolidierung des Bundeshaushalts 2027 und des Finanzplanes bis 2030“. krö
Bericht: Klingbeil will Alkoholsteuer um 20 Prozent erhöhen – gegen Empfehlung von Experten - WELT
Spirituosen sollen nach den Plänen von Finanzminister Lars Klingbeil spürbar teurer werden. Allerdings bleibt der SPD-Politiker unter den Steuererhöhungen, die Gesundheitsexperten zuletzt empfohlen hatten, heißt es in einem Bericht.









