Im Landtag Brandenburg in Potsdam hat sich die Corona-Enquetekommission in ihrer 12. Sitzung mit mRNA-Impfstoffen befasst. Während sich im Sitzungssaal die letzten Zuschauer einfanden, waren die Plätze im Raum 1050 vollständig besetzt.Als Sachverständige geladen waren unter anderem der emeritierte Mikrobiologe Sucharit Bhakdi, der Kinder- und Jugendarzt Albrecht Jahn, der Virologe und frühere Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) Klaus Überla sowie der frühere Leiter des WHO-Programms für Influenza und Pandemievorbereitung, Klaus Stöhr.
Corona: Debatte ohne Ende in Sicht?
In der Anhörung prallten unterschiedliche Bewertungen der Corona-Impfstoffe aufeinander. Während einige Sachverständige die Impfstoffe als unzureichend geprüft bezeichneten und einen Stopp ihrer Anwendung forderten, verwiesen andere auf die aus ihrer Sicht umfangreiche Datenlage zu Wirksamkeit und Sicherheit. Auch mehr als sechs Jahre nach Beginn der Pandemie werden grundlegende Fragen weiterhin kontrovers diskutiert.
„Die Impfung reduziert das Übertragungsrisiko ähnlich stark wie ein Lockdown“, sagte Überla in seiner Stellungnahme. Zudem würden die Impfstoffe schwere Krankheitsverläufe „deutlich“ reduzieren und auch bei der Omikron-Variante einen Beitrag zur Verringerung der Übertragung leisten. Vor diesem Hintergrund habe die STIKO ihre Empfehlungen auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz ausgesprochen. Im Publikum reagierten einzelne Zuhörer mit Gelächter.







