Vor dem Roten Rathaus, eingerahmt von Baugerüsten und Absperrungen, hat der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach sein politisches Programm für die ersten 100 Tage einer möglichen Amtszeit vorgestellt. Der 46-Jährige tritt bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September als Herausforderer von CDU-Amtsinhaber Kai Wegner an.
Unter dem Titel „Mein Berlin-Versprechen“ präsentierte er elf Punkte, die er nach neuneinhalb Monaten Wahlkampf als Ergebnis vieler Gespräche in der Stadt zusammengestellt hat. „In jedem Kiez“ sei er unterwegs gewesen, sagte Krach. Die Verärgerung der Menschen sei groß. „Das, was wir in den letzten dreieinhalb Jahren erlebt haben, geht deutlich besser.“
Mietenpolizei, Sperrmüll und E-Scooter-Regeln
Das eingehüllte Baugerüst am Neptunbrunnen direkt vor dem Rathaus passte dabei zum Kernthema des Auftritts. Berlins chronisches Baustellenproblem bezeichnete Krach als „Aufregerthema Nummer eins“. Künftig sollen Baustellen nicht mehr eingerichtet werden dürfen, ohne dass die Arbeiten unmittelbar beginnen. Stillstand auf Baustellen soll damit der Vergangenheit angehören.
Zu den weiteren Vorhaben zählt der Aufbau einer sogenannten Mietenpolizei mit 100 Stellen, die aktiv bei Vermietern klingeln soll, wenn der Verdacht auf Mietwucher besteht. Die bereits bestehende Mietpreisprüfstelle soll ausgebaut werden, weil sie nach Krachs Worten „am Limit“ arbeitet.






