Eine gezielte Kampagne aus Russland versucht offenbar, vor den Landtagswahlen in Deutschland gezielt Spannungen zwischen Ost und West zu fördern. Seit Kurzem kursieren online gefälschte Titelseiten und Videos großer deutscher Medien. Neben der „Bild“, „Spiegel TV“ und der „Rheinischen Post“ haben die Verantwortlichen unter anderem auch ein manipuliertes Bild einer Tagesspiegel-Ausgabe in Umlauf gebracht.Darüber berichtete unter anderem der „Spiegel“, der sich auf Erkenntnisse des Recherchekollektivs „Antibot4Navalny“ beruft. Auf der gefälschten Tagesspiegel-Titelseite steht beispielsweise „Baut diese Mauer wieder auf!“Bei der manipulierten Ausgabe der „Bild“ titelten die Verantwortlichen der Kampagne „Der Westen HASST den Osten“. Die Fälschungen werden zurzeit über soziale Medien wie X oder Bluesky verbreitet.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Hinter der Aktion steht offenbar die „Matrjoschka“-Operation aus Russland. Kampagnen wie „Matrjoschka“, „Doppelgänger“ oder „Stom-1516“ zielen auf die Verbreitung von Desinformationen im Ausland ab – mutmaßlich, um damit die öffentliche Meinung beispielsweise vor Wahlen im russischen Sinne zu beeinflussen. Benannt ist die „Matrjoschka“-Operation nach den russischen Holzpuppen, die sich ineinander schachteln lassen.Auch die Rechercheplattform Correctiv meldete Anfang des Monats, Ziel der Kampagne geworden zu sein: Ein gefälschtes Video mit Correctiv-Logo gab demnach vor, die Plattform habe eine Desinformationskampagne der CDU aufgedeckt. Correctiv ist nach eigenen Angaben nicht zum ersten Mal Ziel einer russischen Kampagne geworden. Auch in anderen Ländern ist die „Matrjoschka“-Kampagne mit Fälschungen aktiv In den letzten Wochen und Monaten gab es immer wieder Berichte über ähnliche Fälle in internationalen Medien. So berichtete das unabhängige armenische Medienportal „civlinet“ im Mai von Fälschungen, KI-generierten Inhalten und Deepfake-Videos, in denen dazu aufgerufen wird, Premierminister Nikol Paschinjan zu töten.Das russische Medium „The Insider“ berichtete im Februar über die Kampagne und Fakes französischer Medien wie „Le Parisien“. Auch der „Insider“ selbst sei im Zuge seiner Berichterstattung bereits Opfer der Kampagne geworden. Gerade in Frankreich wurde vor den Kommunalwahlen im März anscheinend versucht, massiv mit medialen Fälschungen Einfluss zu nehmen, wie Reporter ohne Grenzen berichtet. Viele der Fakes hätten demnach die politischen Fähigkeiten Putins gepriesen oder den angeblichen Absturz des Westens thematisiert.
Auch Tagesspiegel-Titelseite gefälscht: Fake-Kampagne macht Stimmung vor Landtagswahlen – offenbar aus Russland gesteuert
Mit der Operation „Matrjoschka“ zielt Russland zurzeit offenbar auf eine Spaltung zwischen Ost und West ab. Dafür werden über soziale Netzwerke Fake-Titelseiten verbreitet.







