Der jahrelange Streit um die Berliner S-Bahn ist beendet. Am Freitag gab der Bahnhersteller Alstom bekannt, dass er nicht vor das Kammergericht Berlin ziehen wird. „Alstom hat entschieden, im Vergabeverfahren der S-Bahn Berlin nicht die nächste Instanz anzurufen“, teilte der Alstom-Sprecher Jörn Bischoff Freitagmittag mit. Damit kann der Auftrag, mindestens 1400 S-Bahn-Wagen zu liefern und auf zwei Dritteln des Liniennetzes zu betreiben, nun vergeben werden. Nach einer Ausschreibung fiel im Sommer 2025 die Entscheidung, den 15-Milliarden-Euro-Auftrag an ein Konsortium zu vergeben. Ihm gehören die Schienenfahrzeughersteller Siemens und Stadler sowie die Deutsche Bahn (DB) an. Deren Tochterunternehmen S-Bahn Berlin betreibt heute alle S-Bahn-Linien in der Region. Doch der Zuschlag konnte vorerst nicht erteilt werden, weil Konkurrent Alstom vor die Vergabekammer zog. Am 12. Juni wies das Gremium, das bei der Senatswirtschaftsverwaltung angesiedelt ist, die Rüge des französischen Konzerns zurück. Danach hatte Alstom 14 Tage Zeit, beim Kammergericht sofortige Beschwerde einzulegen. Jetzt ist klar: Das Unternehmen wird diese Karte nicht ziehen. Der Weg für die Vergabe ist frei, der Konflikt ist beigelegt.
S-Bahn Berlin: Alstom verzichtet auf Beschwerde – neue Züge können bestellt werden
Berlin kann endlich mindestens 1400 neue S-Bahn-Wagen in Auftrag geben. Der schon seit Jahren währende Streit ums Vergabeverfahren ist zu Ende.









