Auf dem früheren Militärflugplatz in Lärz wird beim Fusion-Festival derzeit schon heftig gefeiert. Rund 70.000 Besucher aus aller Welt haben auch diesmal das Gelände nahe der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern gestürmt. Ein Feuer am Donnerstagabend unterbrach das Festival nur kurz. In einem geradezu utopischen Paralleluniversum verbindet sich elektronische Musik mit Rock, Punk, Weltmusik, Reggae, Jazz, HipHop und Kunst. Das vom Verein Kulturkosmos veranstaltete Musikfestival mit familiärer Stimmung verzichtet konsequent auf Sponsoren, Werbung und ständige Erweiterungen. Es hätte bereits viel größer sein können, doch das wollen die Veranstalter nicht. Die Besucherzahl ist seit Jahren auf etwa 70.000 Gäste gedeckelt, deshalb werden die begehrten Tickets jedes Jahr verlost.

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Fusion-Festival unterbrochen: Feuer in Lärz – Besucher müssen Gelände verlassen

Die Veranstalter lassen sich auch sonst ungern in die Karten schauen, vor allem nicht von den Medien. Es gibt weder Akkreditierungen noch Pressemitteilungen oder Ansprechpartner. Auf dem Festivalgelände herrscht inzwischen ein Foto- und Videoverbot, wie es auch in vielen Clubs mittlerweile gehandhabt wird. Doch aus Veröffentlichungen auf der eigenen Website ist bekannt: Im nächsten Jahr wird die Fusion nicht stattfinden. Einerseits wird die Pause damit begründet, dass auch die Macher mal Zeit zum Verschnaufen brauchen – wie schon vor zehn Jahren einmal. Denn sonst ist nach der Fusion vor der Fusion, und diesem Hamsterrad wollen die Kulturkosmos-Leute wenigstens alle paar Jahre einmal entgehen. 1999 gab es die erste Fusion.