„Debritz“ am Badischen Staatstheater: Die große Versalzung
Kann nur noch Barbarossa unsere Provinz retten? Ein abgehängtes Dorf wird in Kaleb Erdmanns neuem Stück zum Brennglas der deutschen Gegenwart.
Ist das der Messias? Antonia Mohr als Barbarossa mit Zottelbart
Thorsten Wulff
Die besten Jahre liegen längst hinter Debritz. Die Ernteerträge sind mies, die meisten jungen Leute abgewandert. Von der Industrie und dem Nahverkehr ganz zu schweigen. Obwohl dieses traurige Jwd im Osten Deutschlands fiktiv ist, steht es exemplarisch für zahlreiche Dörfer in sogenannten strukturschwachen Gebieten. Auch weil dessen literarischer Begründer, der 1991 in Witten geborene Kaleb Erdmann, dafür beherzt in die Klischeekiste greift.










