Anfang dieser Woche hat Ulrike Krohl von ihrem Geschäftsführer grünes Licht erhalten: Alle Beschäftigten des BG-Unfallkrankenhauses Berlin (UKB) erhalten demnächst ein Kühltuch. Einmal mit Wasser getränkt und ausgewrungen, verhilft es über Stunden zu angenehmer Frische. „Das ist ein Mehrwert vor allem in Bereichen wie dem Transportdienst oder der Bettenstation, wo es sehr heiß ist“, sagt Ulrike Krohl. Sie ist Klimamanagerin und am bevorstehenden Wochenende besonders gefordert.Schon jetzt füllen sich die Rettungsstellen in der Hauptstadt mit Menschen, die das extreme Wetter krank werden ließ. Vor allem Herz-Kreislauf-Probleme, führen dazu, dass das Aufkommen an Patienten steigt. Auch am UKB.Berlin ächzt seit Tagen unter stetig steigenden Temperaturen. Am Sonnabend und Sonntag erreicht die Hitzewelle ihren vorläufigen Höhepunkt mit Werten jenseits der 40 Grad. Die Frage, die sich Ulrike Krohl stellt, lautet: „Wie können wir es schaffen, dass es den Patienten gutgeht und sich die Mitarbeitenden danach nicht krankmelden, weil sie völlig überlastet sind?“Bei der Suche nach Antworten darauf sind sie am UKB schon einen guten Schritt vorangekommen. Weiter als viele andere Krankenhäuser in Berlin und deutschlandweit. Das belegt unter anderem eine Analyse des Deutschen Krankenhausinstituts. Die Forscher fragten in 289 Kliniken nach, ob sie mehr oder gezieltere Maßnahmen gegen Hitze ergriffen hätten. 60 Prozent verneinten.