KommentarStaatsfeind Nummer eins: Radikale Muslime breiten sich in Europa ausIslamisten unterwandern die europäische Gesellschaft und werden dabei vom Staat noch gefördert. Zeit, aufzuwachen.26.06.2026, 06.14 Uhr7 LeseminutenIllustration Simon Tanner / NZZDie grösste Gefahr für die westliche Gesellschaft ist längerfristig der Islamismus. Damit ist primär nicht einmal der islamistische Terrorismus angesprochen, sondern eine schleichende Unterwanderung des Staats durch religiöse Fanatiker und Fundamentalisten. Frankreich, Grossbritannien und Deutschland sind Beispiele dafür. Hier haben sich Menschen niedergelassen, die ihren Taliban-Mindset bewahren wollen und nicht daran denken, sich zu integrieren. Sie treffen auf eine Gesellschaft, in der viele glauben, dass die muslimischen Parallelgesellschaften das Resultat von Diskriminierung und Rassismus sind. Sie scheinen sich kaum vorstellen zu können, dass die Segregation gewollt ist und von ausländischen Regierungen gefördert wird.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Am prominentesten hat dies wohl Recep Tayyip Erdogan getan. Damals noch Bürgermeister von Istanbul, verkündete er in den neunziger Jahren: «Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.» Für diese Bemerkung musste er damals noch eine Haftstrafe absitzen, heute regiert Erdogan die Türkei autokratisch. Seine islamistischen Ansprüche dehnt er auf ganz Europa aus. In Köln verkündete er vor deutschen Türken, dass Assimilation ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei. Seinen Landsleuten empfiehlt er, möglichst viele Kinder zu bekommen, dies sei die beste Antwort auf die Feindseligkeiten und Ungerechtigkeiten, mit denen sie leben müssten. Das Kinderzeugen wird sozusagen als Racheakt propagiert.Überlegenheit und OpferkulturIm Grunde zeichnet dies den Islamismus generell aus: Das Gefühl der Überlegenheit geht einher mit einem tiefen Minderwertigkeitskomplex und einer Selbstdarstellung als Opfer. Man mag Erdogan für einen Schwätzer halten, aber mit seinen Reden lenkt er einen Teil der türkischen Diaspora, seine Religionsbehörde Diyanet hat allein in Deutschland tausend Moscheen unter sich. Während westliche Regierungen Muslime zu integrieren versuchen, zieht Erdogan sie geistig nach Anatolien zurück.Neben der Türkei engagieren sich auch Staaten wie Katar, Saudiarabien und Kuwait mit Millionenspenden in Europa. Man kauft Grundstücke, gründet Begegnungszentren und religiöse Einrichtungen. Mittlerweile warnen verschiedene europäische Nachrichtendienste explizit vor der Muslimbruderschaft, der mächtigsten islamistischen Organisation weltweit. Der niederländische Nachrichtendienst erkennt bei ihr das Ziel, einen ultraorthodoxen muslimischen Block innerhalb Westeuropas zu schaffen, um sich dann immer weiter auszubreiten. In Deutschland warnt ein amtierender Staatssekretär vor einer Unterwanderung der Gesellschaft und sagt: «Wir haben den Feinden der Verfassung zu viel Spielraum gelassen.»Islamist führt Berliner KitaDas freiheitliche Europa bietet ein perfektes Biotop für Islamisten. Sie selbst spielen geschickt nach den hiesigen Spielregeln und haben sich den Wertekanon des Westens angeeignet: Man steht offiziell für Dialog, Vielfalt und Toleranz, um hinterrücks das Feiern von Weihnachten und gemischte Ehen zu verurteilen und die Hamas zu verherrlichen. Stossen die Islamisten auf Kritik, reklamieren sie «antimuslimischen Rassismus». Wie sehr diese Strategie verfängt, zeigt sich etwa daran, dass Berlin einen «Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit» geschaffen hat und der Staat Kampagnen gegen Muslimfeindlichkeit finanziert. Der deutsche Journalist Sascha Adamek konnte in seinem Buch «Unterwanderung» an zahlreichen Beispielen zeigen, dass Deutschland Islamisten nicht nur duldet, sondern mit Steuergeldern auch noch finanziert.Das erschütterndste Beispiel ist die Förderung einer Kita in Neukölln mit über 4 Millionen Euro. Der Geschäftsführer gehörte zu einem Moscheeverein, dessen geistliches Oberhaupt Geschlechtsverkehr mit neunjährigen Mädchen gutheisst, solange er in einem ehelichen Verhältnis stattfindet. Der Religionsexperte gibt auch noch Ratschläge, was zu tun ist, wenn es dabei zu physischen Verletzungen kommt. Natürlich wussten das die Behörden nicht. Aber das ist Teil des Problems, der Umgang mit Islamisten ist geprägt von einer ungeheuren Naivität. Während etwa die Muslimbruderschaft in vielen muslimischen Ländern verboten ist, werden mit ihr verbundene Organisationen in Europa sogar noch alimentiert.Phänomene einer KapitulationWie Politiker und ein Teil der Gesellschaft mit dem Phänomen Islamismus umgehen, grenzt an kollektive Verrücktheit. In Deutschland etwa ist immer wieder ein wohlgemeinter, aber auch bizarrer Reflex zu beobachten: Kommt es zu islamistischen Anschlägen, finden Demonstrationen gegen rechts statt. Die primäre Empörung richtet sich nicht gegen den tödlichen Terrorismus, sondern gegen die Instrumentalisierung der Tat durch Rechtsextremisten. Damit verbunden ist oft auch ein politisches Argumentationsmuster, das viele Leute zu Recht kaum mehr ertragen können: Vornehmlich linke Politiker und viele Muslime erklären, der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun. Als seien die Täter nicht explizit religiös inspiriert und von einer fundamentalistischen Interpretation des Korans angetrieben.Die Berliner Jungsozialisten lehnen etwa den Begriff Islamismus als diskriminierend ab und möchten, dass nur noch von «religiös begründetem Extremismus» gesprochen wird. Der Begriff «Clan-Kriminalität» gilt in manchen Milieus schon als rhetorische Entgleisung. Die Kapitulation beginnt da, wo eine Gesellschaft nicht mehr bereit ist, Missstände klar zu benennen. Da ist Europa längst angelangt. Gleichzeitig schafft die Realität Fakten: 90 Prozent der Terrorermittlungen in Deutschland betreffen den Islamismus. Während deutsche Politiker gegen die AfD eine Brandmauer errichten, haben sie keine Berührungsängste gegenüber muslimischen Fundamentalisten. Güner Balci, die Neuköllner Integrationsbeauftragte, sagt in der «Welt»: «Organisationen, die im Verfassungsschutzbericht auftauchen, werden politisch hofiert, ihre Vertreter sitzen inzwischen in Gremien, die über öffentliche Mittel entscheiden.»Zwangsheirat und Scharia-JustizDie Politiker haben sich bisher auf den islamistischen Terrorismus konzentriert und unterschätzen die gesellschaftliche Sprengkraft des Islamismus. Dabei werden die Zeichen immer deutlicher. In europäischen Städten kommt es zu antisemitischen Grossdemonstrationen, muslimische Männer gehen auf die Strasse und fordern ein Kalifat. Im Verborgenen etablieren sich Strukturen einer islamischen Paralleljustiz, deren Massstab die Scharia ist. Die Fälle von Zwangsverheiratungen mehren sich. Allein in Berlin hat die Organisation Terre des Femmes im Jahr 2022 fünfhundert geplante, befürchtete oder vollzogene Zwangsverheiratungen registriert.Muslimische Schülerinnen bleiben dem Schwimm- und Turnunterricht fern. Mädchen weigern sich, an Klassenfahrten teilzunehmen – oder sie dürfen nicht. Im Internet geben islamistische Influencer den «Dr. Sommer» für strenggläubige Muslime und erklären Mädchen, warum sie ohne männlichen Beistand in ihrem Leben niemals reisen dürfen. All das müssen Warnsignale sein. Denn sie weisen auf eine wachsende Gesellschaftsgruppe hin, die das Potenzial hat, den Westen von innen zu zersetzen.Zuallererst geht diese Entwicklung auf Kosten von Frauen und Juden. Es mag viele Frauen geben, die Freude daran haben, aus kulturellen und religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen. Insgesamt ist sein zunehmendes Vorkommen im Stadtbild aber ein Hinweis darauf, dass sich patriarchale Strukturen – nun via Islam – in Europa wieder etablieren. Das passiert auch über Symbole, und das Kopftuch ist das prominenteste.Klatschen für Hitlers JudenvernichtungIn ganz Europa nehmen Angriffe auf jüdische Zivilisten zu. In Deutschland wächst eine muslimische Kultur, die sich mit der deutschen Schuld- und Erinnerungskultur nicht im Geringsten identifiziert, ja diese sogar ablehnt und zum Teil verhöhnt. Der Journalist Adamek zitiert in seinem Buch eine Berliner Lehrerin, die erzählt, wie ihr Klassenbesuch mit arabischstämmigen Kindern im Deutschen Historischen Museum in einem Fiasko endet. Vor einem Modell des KZ Auschwitz klatscht und lacht ein Teil der Klasse und streckt ihr Handys mit Bildern von Hitler auf dem Display entgegen. Die Erklärung einer Schülerin: «Der hat wenigstens so viele Juden wie möglich umgebracht.»Ein Einzelfall? Wohl kaum. Unter den jetzigen Umständen können Schulen und Lehrer vielerorts kein Korrektiv mehr sein. Wer mit diesen Jugendlichen über den Nahostkonflikt oder Mohammed-Karikaturen diskutieren möchte, bringt sich möglicherweise in Lebensgefahr.Warum wird der Islamismus in diesem Artikel als Staatsfeind Nummer eins bezeichnet? Das hat nicht nur mit den Islamisten zu tun, sondern auch mit dem Westen selbst. Während etwa Rechtsextreme eine anerkannte Gefahr sind, wird der Islamismus im Zeichen der Multikulturalität toleriert. Das macht ihn umso gefährlicher.Die Herausforderung, die auf Europa zukommt, lässt sich in zahlreichen Umfragen und Statistiken einfangen. Die muslimische Bevölkerung wächst und tut sich mit der Integration schwer. In einer französischen Umfrage von 2020 gaben 57 Prozent der befragten jungen Muslime an, die Scharia sei wichtiger als die Gesetze der Republik. In Grossbritannien meinten 39 Prozent der befragten Muslime, die Ehefrau habe dem Mann immer zu gehorchen. In einer Studie der Uni Münster unter Studenten der islamischen Theologie gaben 2025 mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie das Händeschütteln zwischen Männern und Frauen ablehnten.Müssen sich ja nicht alle die Hände geben, könnte man einwenden. Und ist es schlimm, wenn die Schulmensa aus Rücksicht auf Muslime kein Schweinefleisch mehr auftischt und der Weihnachtsmarkt unter dem Label «Wintermarkt» läuft, um Muslime nicht zu provozieren? Es mögen banale Beispiele sein, sie weisen aber auf ein grösseres Problem hin. Die Idee, dass das verständnisvolle Entgegenkommen mit Integration belohnt wird, ist ein Fehlschluss. Die Verdrängungsenergie der Islamisten wird systematisch unterschätzt.Islamisierung EuropasWie fehlgeleitet die bisherige Politik war, lässt sich auch im Koalitionsvertrag der jetzigen deutschen Regierung nachlesen. Da wird festgehalten, dass Projekte, die Antisemitismus verbreiten oder das Existenzrecht Israels infrage stellen, nicht gefördert werden sollen. Dass diese Bemerkung in einem Land, das den Völkermord an 6 Millionen Juden zu verantworten hat, überhaupt notwendig erscheint, lässt tief blicken. Die extremen Auswüchse des Islam müssen in Europa erst einmal anerkannt werden. Dann muss die Förderung aufhören, seine Netzwerke müssen untersucht und bekämpft werden. Geschieht dies nicht, wird sich in Europa eine Gesellschaft weiter etablieren, für die die Freiheit nur ein Vehikel ist, um Menschen einzusperren. Viele liberale Muslime sind nach Europa gekommen, um diese Welt hinter sich zu lassen. Nun entsteht sie hier von neuem.Passend zum Artikel
Staatsfeind Nummer eins: Radikale Muslime breiten sich in Europa aus
Islamisten unterwandern die europäische Gesellschaft und werden dabei vom Staat noch gefördert. Zeit, aufzuwachen.








