Das Phänomen «Stalingraz»: In Österreichs zweitgrösster Stadt wählen selbst Bürgerliche die KommunistenAls die Kommunisten vor fünf Jahren das Bürgermeisteramt in Graz eroberten, war das eine Sensation. Nun könnten sie sogar noch zulegen. Ihr radikales Programm nehmen die Wähler als Folklore wahr.26.06.2026, 05.30 Uhr8 LeseminutenFast zwanzig Jahre regierten die Konservativen die steirische Hauptstadt Graz. Dann übernahmen die Kommunisten.Karl-Heinz Schein / Image Broker / ImagoAls die Kommunisten vor fünf Jahren völlig überraschend die Wahl in Graz gewannen, machte das Schlagzeilen weit über Österreich hinaus. In einer als bürgerlich geltenden Stadt, die fast zwei Jahrzehnte lang von der konservativen ÖVP regiert worden war, siegte plötzlich die auf Marx und Lenin zurückgehende Partei. Dabei ist die KPÖ auch in Österreich längst nur noch eine marginale Kraft. 1956 schaffte sie letztmals den Einzug ins nationale Parlament.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In der Hauptstadt der Steiermark aber erreichte sie im Herbst 2021 knapp 29 Prozent der Stimmen. Selbst die «Washington Post» berichtete. In Österreich fluteten Memes die sozialen Netzwerke, die Hammer und Sichel am berühmten Grazer Uhrturm zeigten oder eine Militärparade auf dem Hauptplatz. «Stalingraz», hiess es spöttisch.Stalingraz 😉 pic.twitter.com/NqN2BiNeAJ— Heimo Lepuschitz (@heimolepuschitz) September 26, 2021
Phänomen «Stalingraz»: Warum in Graz selbst Bürgerliche die Kommunisten wählen
Als die Kommunisten vor fünf Jahren das Bürgermeisteramt in Graz eroberten, war das eine Sensation. Nun könnten sie sogar noch zulegen. Ihr radikales Programm nehmen die Wähler als Folklore wahr.










