PfadnavigationHomePolitikAuslandDruck auf RusslandUkraine startet nach eigenen Angaben 40-tägige GeheimdienstoperationStand: 21:17 UhrLesedauer: 2 MinutenPräsident Selenskyj drohte Belarus, sollte das Land nicht bestimmte Stationen abschalten. Präsident Lukaschenko folgte der Drohung. „Militärisch wäre ein Angriff für die Ukraine auf Belarus ziemlich leicht gegangen“, sagt WELT-Redakteur Florian Sädler.Mit einer Geheimdienstoperation will die Ukraine den Druck auf Russland erhöhen, wie Wolodymyr Selenskyj mitteilt. Der Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, ruft derweil zum Frieden auf.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben eine neue Geheimdienstoperation abgesegnet. Die Operation werde 40 Tage dauern und diene dazu, Russland zum Frieden zu zwingen, schrieb er auf sozialen Netzwerken nach einem Treffen mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewheni Chmara. Details nannte er nicht.Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich nicht nur an der Front, sondern hat den Krieg inzwischen mit Drohnen in das Land des Aggressors zurückgetragen. Selenskyj bezeichnet die Schläge, die sich gegen Militär- und Rüstungsobjekte, aber auch Anlagen der Öl- und Gasindustrie richten, als „Langstrecken-Sanktionen“. Für diese Operationen sind oft verschiedene ukrainische Geheimdienste verantwortlich.Lukaschenko betont, keine Kriegsabsicht zu habenDer belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko ruft unterdessen nach Spekulationen um eine Beteiligung seines Landes am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu Gesprächen auf. Er habe erst kürzlich eine Delegation des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen und diesen davor gewarnt, Belarus in den Krieg hineinzuziehen, sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow. „Unsere Position ist friedliebend“, sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge. „Lasst uns verhandeln, Leute.“Lukaschenko betonte, keine Angriffsabsichten zu haben. Auf der anderen Seite ständen nur Einheiten der ukrainischen Territorialverteidigung. „Werden wir etwa auf diese Maschinenschlosser, Melkerinnen und Arbeiter schießen, die gar nicht gegen die Belarussen kämpfen wollen? Auch wir wollen nicht gegen die Ukrainer kämpfen“, betonte der belarussische Staatschef. Darüber habe er in der Vergangenheit auch mit Kremlchef Wladimir Putin geredet. Er sei sogar bereit, die Grenze zu öffnen, damit Ukrainer im belarussischen Grenzgebiet nach Beeren und Pilzen suchen könnten.Lesen Sie auchSelenskyj wiederum wiederholte den Vorwurf der Kriegsvorbereitungen gegenüber Minsk. „Entlang unserer Staatsgrenze zu Belarus werden Bauarbeiten für Straßen, Waffen- und Treibstoffdepots abgeschlossen, die keinen anderen als einen militärischen Zweck haben“, teilte Selenskyj in sozialen Netzwerken mit. Dazu veröffentlichte er Karten und Satellitenfotos, die diese Bautätigkeiten belegen sollen. Selenskyj forderte Belarus zur Deeskalation und zu einem Stopp der Bauarbeiten auf.Lesen Sie auchIn den vergangenen Wochen sind die Spannungen zwischen Minsk und Kiew deutlich gewachsen. Die Ukraine warnte Belarus vor einer direkten Kriegsbeteiligung und sprach von Angriffsvorbereitungen. Beim Überfall auf die Ukraine vor mehr als vier Jahren starteten Putins Truppen auch von belarussischem Gebiet aus ihre Angriffe. dpa/nw
Druck auf Russland: Ukraine startet nach eigenen Angaben 40-tägige Geheimdienstoperation - WELT
Mit einer Geheimdienstoperation will die Ukraine den Druck auf Russland erhöhen, wie Wolodymyr Selenskyj mitteilt. Der Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, ruft derweil zum Frieden auf.








