Nächste lange Doping-Sperre für Kenias Läufer: Der frühere Halbmarathon-Weltrekordler Kibiwott Kandie ist bis 2032 aus dem Verkehr gezogen worden, weil er eine Dopingprobe verweigert und zudem ein Doping-Kontrollverfahren manipuliert hat. Dies teilte die in der Leichtathletik zuständige Athletics Integrity Unit (AIU) mit.

Demnach seien am 1. März 2025 Dopingkontrolleure an Kandies Wohnadresse in Kenia erschienen, um eine Probe zu nehmen. Der Sportler habe die Kontrolle aber verzögert und in dieser Zeit mehrere Telefonate geführt, ehe er schließlich die Abgabe einer Probe verweigerte.Eine Auswertung von Kandies Handy ergab, dass er mit einer Pflegekraft in Eldoret telefoniert habe. Diese hatte zuvor regelmäßig Überweisungen von Kandie erhalten. Die Pflegekraft habe laut Kandie regelmäßig seinen Hämoglobinwert analysiert. An diesem Tag habe er sich mit der Person treffen wollen, um Haushaltsgeräte zu erwerben, sagte der Läufer.

Immer wieder fallen kenianische Läufer aufUm die verweigerte Probe zu begründen, legte Kandie später Dokumente vor, die seine dringend erforderliche Anwesenheit bei der Inspektion einer Baustelle in Eldoret am selben Tag belegen sollten. Diese stellten sich aber als gefälscht heraus. Weil Kandie letztlich geständig war, kam er mit sieben statt acht Jahren Sperre davon. Die Sperre läuft schon seit 2025.