Wegen der Hitzewelle droht dem Atomkraftwerk Beznau in der Schweiz die vorübergehende Abschaltung. Das könnte nach Angaben des Energieunternehmens Axpo am Freitag der Fall sein.Grund ist die hohe Temperatur des Flusses Aare. Ist der Fluss nach Einleitung des für die beiden Reaktoren benötigten Kühlwassers drei Tage lang wärmer als 25 Grad, müsse das AKW laut Wasserschutzverordnung heruntergefahren werden, teilte Axpo mit. Dies geschehe mit Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses. Kühlwasser erwärmt den Fluss Die Leistung der etwa 55 Jahre alten Reaktoren war den Angaben zufolge schon am Dienstag um die Hälfte reduziert worden. Für deren Betrieb wird Wasser aus der Aare entnommen, das die Reaktoren kühlt und sich dabei um einige Grad erwärmt. Das Wasser wird dann in den Fluss zurückgeleitet und kann so zu dessen Temperatursteigerung beitragen.Ausnahmen für ein etwaiges Herunterfahren gelten laut Betreiber, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, zur Sicherung der Netzstabilität oder aus Gründen der nuklearen Sicherheit erforderlich ist. Kann die Hitzewelle dem AKW gefährlich werden? Das Atomkraftwerk Beznau wurde in der Vergangenheit bereits häufiger abgeschaltet. Der Schweizer Bundesbehörde Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) zufolge stellen Hitzeperioden für die Schweizer Atomkraftwerke „kein Problem“ dar. Zu dieser Einschätzung kam man nach regelmäßig stattfindenden Prüfungen und Inspektionen.Die Ensi stellte bereits während einer Hitzephase im vergangenen Jahr klar: „Auch wenn Hitze die Kernanlagen sicherheitstechnisch nicht beeinträchtigt – einen Einfluss auf deren Betrieb können anhaltend heiße Tage dennoch haben.“ (dpa, mira)
Nahe der deutschen Grenze: Wegen Hitze könnte morgen das weltweit älteste AKW in der Schweiz abgeschaltet werden
Die Hitzewelle wirkt sich auch auf das älteste aktive Atomkraftwerk der Welt, Beznau, aus. Grund sind die hohe Temperatur der Aare – und die Rückleitung des Kühlwassers.












