Das Theater Magdeburg ist gestern in Frankfurt am Main mit dem „ZukunftsGut-Preis 2026“ der Commerzbank-Stiftung ausgezeichnet worden – und das in der Kategorie „Urbaner Raum“. Für das Haus ist das nicht nur eine schöne Trophäe, sondern vor allem eine Bestätigung dafür, dass sich ihre Art von Kulturvermittlung inzwischen auch über Magdeburg hinaus einen Namen gemacht hat. Dazu gibt es 25.000 Euro Preisgeld.
Im Mittelpunkt der Auszeichnung stand die Frage, wie ein Stadttheater heute eigentlich funktioniert. Und zwar nicht auf der Bühne, sondern auch daneben. Genau da konnte das Theater Magdeburg punkten. Vermittlung ist beim Haus nämlich kein „Extra“, sondern Teil ihres gesamten Konzeptes. Von klassischen Formaten wie Einführungen, Nachgesprächen oder Workshops bis hin zu Projekten, in denen Bürger selbst zu Mitspielern werden, zieht sich der Gedanke der Teilhabe durch das ganze Haus.
Mitmachen anstatt nur zuzuschauen
Besonders sichtbar wird das in den Theaterklubs, die inzwischen sieben Gruppen umfassen – teils inklusiv, mit mehr als 70 Teilnehmenden zwischen 8 und 49 Jahren. Oder in Projekten wie „Bande“, bei dem das Schauspielhaus einmal im Jahr für rund 70 Kinder und Jugendliche zu einem offenen Experimentierraum wird. Eine Woche lang wird ausprobiert, geforscht, verworfen, neu gedacht – das Ergebnis ist dabei fast zweitrangig.








