Großinvestoren haben der Commerzbank nach deren Angaben im Übernahmeringen mit der UniCredit die Treue gehalten. Die Frankfurter Bank betonte, ihre Aktionärsstruktur sei trotz der laufenden Übernahmeofferte „weitgehend unverändert“.Bislang hätten Großinvestoren wie Fonds nur etwas mehr als ein Prozent der Commerzbank-Aktien der italienischen Großbank angedient; rund 0,05 Prozent der angedienten Aktien entfalle auf Privatanleger, der Rest stamme von Banken.

„Der verbleibende Streubesitz verteilt sich auf mehrere hundert institutionelle Investoren sowie mehr als 500.000 Privatanleger“, hieß es in einer Mitteilung der Commerzbank, die damit „widersprüchlichen Aussagen“ der UniCredit entgegentreten wolle. Deren Chef Andrea Orcel (63) hatte zuletzt gesagt, dass fast alle aktiven Großinvestoren ihre Commerzbank-Aktien verkauft oder angedient hätten.

Die Commerzbank verdächtigt die UniCredit, ihre Aktienposition künstlich aufzublähen, um den Eindruck zu erwecken, die Übernahme schreite schnell voran. Nach Einschätzung der Frankfurter stammen die angedienten Aktien überwiegend von Banken, mit denen die UniCredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht, und nicht von unabhängigen Aktionären. Die UniCredit wies die Vorwürfe wiederholt zurück.Wie das manager magazin kürzlich berichtete, hatten die CEOs beider Banken, kurz bevor der Streit eskalierte, über eine friedliche Lösung samt höherem Angebot gesprochen. Lesen Sie hier die Details der geheimen Gespräche.