Helmholtz-Zentrum im Saarland: Verdacht auf Wissenschaftsspionage
Das Saarbrücker Cispa galt als Kronjuwel der deutschen Cybersicherheitsforschung. Jetzt ist sein Chef vorläufig freigestellt.
Das Gebäude des „Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit Cispa“ auf dem Gelände der Universität des Saarlandes
Oliver Dietze/dpa
Alarmstufe Rot im beschaulichen Saarland. Das Cispa Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken, eines der renommiertesten Forschungsinstitute des Landes, steht im Verdacht, Opfer oder Zuträger chinesischer Wissenschaftsspionage zu sein. In einer Blitzaktion wurde Anfang der Woche Institutsleiter Michael Backes seines Amtes vorläufig enthoben, bis zur Aufklärung der Vorwürfe durch einen unabhängigen Sonderprüfer. Eine externe Untersuchung sei „der zuverlässigste und schnellste Weg“, sagte Saarlands Regierungschefin Anke Rehlinger. Indirekt steht damit aber auch die gesamte deutsch-chinesische Wissenschaftskooperation auf dem Prüfstand.











