An einer Wand im Büro von Wiebke Ankersen hängen Fotos von Männern. Männer in Anzügen, Männer mit schütterem Haar, sie sehen wichtig aus. Die Bilder zeigen Politiker und Unternehmer auf Konferenzen. Frauen fehlen. Dass sich das in Zukunft ändert, ist eine von Ankersens Aufgaben. Sie arbeitet als Geschäftsführerin der AllBright Stiftung und ermittelt Jahr für Jahr den Frauenanteil in deutschen Dax-Unternehmen. Hier erzählt die 55-Jährige, warum Frauen in Schweden leichter Karriere machen als in Deutschland – und weshalb Unternehmen in Krisenzeiten auf Männer setzen.