Seit 2018 komme es in Thüringen zu einer anhaltenden Massenvermehrung des Eichenprachtkäfers, hieß es von der Landesforstanstalt. Diese ist vor allem auf den zunehmenden Trockenstress der Eichen infolge wiederkehrender Dürre- und Hitzeperioden sowie die dadurch geschwächte Abwehrkraft der Bestände zurückzuführen und hält sich seit 2024 auf einem stabil hohen Niveau. Warmes Wetter beschleunigt die Entwicklung der Larven.In den ersten vier Monaten dieses Jahres fielen dem Ministerium zufolge bereits mehr als 9000 Festmeter Schadholz an. Die gesamte Schadholzmenge beläuft sich seit Beginn der massenhaften Ausbreitung des Zweipunktigen Eichenprachtkäfers demnach inzwischen auf rund 51.000 Festmeter im Freistaat. Zum Vergleich: Von 2010 bis 2018 wurden jährlich nur rund 250 Festmeter Schadholz verzeichnet.Der wachsende Befall mit Eichenprachtkäfern sei auch in anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern zu beobachten, erklärte der Sprecher von Thüringenforst, Horst Sproßmann nach Angaben der Nachirchtenagentur dpa. In der Regel werden die befallenen Eichen eingeschlagen, um eine weitere Verbreitung des Schädlings einzudämmen. »Es gibt kein zugelassenes Insektizid«, so Sproßmann. Die Eiche ist derzeit nach der Buche die zweithäufigste Laubbaumart im Freistaat. Fast acht Prozent aller in Thüringen vorkommenden Bäume sind Eichen.
Eichenprachtkäfer breitet sich in Thüringens Wäldern massiv aus
In Thüringen leidet der Wald, vor allem Eichen sind von Schädlingsbefall betroffen. Grund für die massive Ausbreitung des Eichenprachtkäfers ist das Klima der vergangenen Jahre.








