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Haushalt: Bund bleibt bei Rekord-Schuldenplanung für das laufende Jahr Um das Budget für Infrastruktur sowie Verteidigung aufzustocken, will sich der Bund eine Rekordsumme leihen. Doch die hohe Verzinsung der Staatsanleihen verteuert die Staatsverschuldung.
25.06.2026 - 10:21 Uhr Artikel anhörenLars Klingbeil: Bund hält an hoher Schuldenplanung fest. Foto: Getty ImagesBerlin. Die für das Schuldenmanagement des Bundes zuständige Finanzagentur hält an ihren Plänen für den Verkauf von Bundeswertpapieren fest.Im anstehenden Sommerquartal sollen Staatsanleihen im Wert von 91 Milliarden Euro an Investoren verkauft werden, wie die Finanzagentur am Donnerstag mitteilte. Hinzu kommen noch Emissionen von Geldmarktinstrumenten, also Bundeswertpapieren mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten: Diese sollen weitere 47 Milliarden Euro in die Staatskassen spülen.Damit bleibt die Ende 2025 angekündigte Emissionsplanung unverändert. Diese könne sich zwar „je nach Finanzierungsbedarf und Liquiditätslage des Bundes und seiner Sondervermögen und je nach Kapitalmarktsituation noch ändern“, hieß es. Der Bund will aber an seinem bekanntgegebenen Plan so weit wie möglich festhalten, um Investoren eine verlässliche Orientierung zu geben.Neue RekordschuldenWegen schuldenfinanzierter Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung will sich der Bund in diesem Jahr die Rekordsumme von 512 Milliarden Euro durch Auktionen am Finanzmarkt leihen. Hinzu kommen weitere Milliarden durch vier Syndikate, bei denen Banken mit dem Verkauf von Wertpapieren an Investoren betraut werden.Deutschland ist wegen seiner Top-Bonitätsnote AAA ein gefragter Schuldner. Ob Pensionsfonds, Zentralbanken oder Versicherer: Viele Investoren decken sich gern mit deutschen Staatsanleihen ein. Der Ausverkauf bei Staatsanleihen infolge des Iran-Kriegs hat die Renditen in den vergangenen Wochen allerdings in die Höhe getrieben.Die Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe stieg zeitweise über die Marke von drei Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt. Ein Grund dafür sind wachsende Inflationsgefahren infolge des Nahostkrieges, wegen der die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni bereits ihren Leitzins angehoben hat. Das treibt die staatlichen Finanzierungskosten nach oben. rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt






