PfadnavigationHomeSportFußballWMTrikotverkäufe„Für uns ist das ein Geschäft zwischen einer und 1,5 Milliarden Euro“, sagt der Adidas-BossVon Torsten RumpfStand: 19:42 UhrLesedauer: 2 MinutenDeniz Undav sorgt bei der WM 2026 weiter für Furore. In nur 56 Einsatzminuten erzielt der deutsche Angreifer drei Tore und zwei Assists. Die Diskussion nimmt in Fußball-Deutschland Fahrt auf.Die Weltmeisterschaft ist ein lohnendes Geschäft für Adidas. Die Trikotverkäufe sind viel höher als erwartet. Jetzt ist auch endlich der Buchstabe „V“ zurück – Fans können wieder Undav-Trikots bestellen.Nach dem tollen WM-Auftakt von Deutschland gegen Curaçao (7:1) waren viele Anhänger heiß auf Trikots der Stars Deniz Undav, Kai Havertz und Aleksandar Pavlović. Doch DFB-Ausrüster Adidas hatte Lieferprobleme. Die Jerseys von den drei Spielern konnten zeitweise im Online-Shop nicht bestellt werden. Der Grund: Sie haben alle den Buchstaben „V“ im Namen. Der war ausgegangen. Das ist vorbei – das „V“ ist zurück.„Was die Leute nicht wissen: Die Beflockung kommt nicht von uns (das macht das Unternehmen 11teamsports; d. Red.). Also lagen die Lieferengpässe nicht bei uns. Aber an diesem Mittwochmorgen war es so, dass die Trikots mit all den Namen wieder bestellt werden konnten“, sagt Bjørn Gulden, der Vorstandsvorsitzende von Adidas – Pünktlich vor dem dritten WM-Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft diesen Donnerstag gegen Ecuador in New Jersey (22 Uhr, ARD, MagentaTV und im Liveticker bei WELT). Für den Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ist die WM ein tolles Business. „Das Geschäft generell, alles, was mit der Weltmeisterschaft zu tun hat, ist überragend. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wir verkaufen viel mehr, als wir erhofft haben. Es ist eine unfassbare Steigerung im Vergleich zu 2022“, sagt Gulden während einer Adidas-Veranstaltung in New York.Blaues DFB-Trikot ist ein VerkaufsschlagerDas heißt in Zahlen? „Für uns ist das ein Geschäft zwischen einer und 1,5 Milliarden Euro“, sagt Gulden. „Viel mehr als jemals zuvor. Allein das deutsche Trikot wurde dreimal so viel verkauft wie vor vier Jahren.“ Ein Top-Verkäufer ist nach WELT-Infos neben dem klassischen weißen Shirt das blaue Ausweich-Trikot der DFB-Auswahl. Es findet einen deutlich höheren Absatz als das rosafarbene Jersey vor und während der Heim-EM 2024.Zudem verweist Gulden auf die gesellschaftliche Bedeutung eines Großereignisses wie der WM: „Wenn jetzt keine Weltmeisterschaft wäre, was würde man in Deutschland jetzt diskutieren? Rente, Pflege, Steuern. Jetzt ist es so, dass sich die Menschen freuen – wegen der WM.“