Vor allem abends, wenn die Photovoltaik wegfällt, ist Strom derzeit knapp und teuer. Wer kann, sollte Energie dann nutzen, wenn sie billig ist.

Spenden kühle Luft, aber fressen Strom: Ventilatoren und Klimaanlagen sorgen aktuell für einen hohen Stromverbrauch

Sebastian Gollnow/dpa

Der enorme Strombedarf der Klimatisierung treibt die Strompreise im deutschen Großhandel derzeit auf Rekordhöhen. Bis auf fast 75 Cent pro Kilowattstunde stiegen die Notierungen an der Strombörse am Mittwoch auf Basis von Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen für den Zeitraum 20.45 bis 21 Uhr. Das war ein neuer Jahreshöchstwert, nachdem der Spitzenwert im gesamten Vorjahr bei rund 58 Cent gelegen hatte.

Kunden mit dynamischen Strompreisen bekommen diese Entwicklung unmittelbar zu spüren. Das neuartige Preismodell orientiert sich eins zu eins an den Werten des Spotmarkts, die sich viertelstündlich ändern. Da zum Großhandelspreis auch Netzentgelte, Steuern und Abgaben hinzukommen, bezahlten Kunden mit dynamischem Tarif am Mittwoch zeitweise mehr als einen Euro pro Kilowattstunde.