PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNach Faschismus-Vorwurf„Sie haben hier gar nichts zu sagen“ – Bundestag debattiert hitzig über die Linke und AfDStand: 18:41 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem „Faschismus“-Vergleich von Luigi Pantisano wirft CDU-Politiker Daniel Peters dem Linken-Chef Geschichtsvergessenheit vor. Dessen Entschuldigung sei nicht ernst zu nehmen. „Er vergiftet den Diskurs“, so Peters.Im Bundestag wird Pantisanos Vorwurf einer „faschistischen Politik“ der CDU diskutiert. Unionspolitiker weisen den Vorwurf zurück, Linken‑Chefin Schwerdtner verteidigt ihren Vorsitzenden – und liefert sich einen Schlagabtausch mit der AfD.Äußerungen von Linken-Chef Luigi Pantisano über eine angeblich „faschistische Politik“ der CDU haben zu einer erhitzten Debatte im Bundestag geführt. Das Gesagte sei infam und geschichtsvergessen, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann in einer Aktuellen Stunde. Pantisano habe sich für jede politische Verantwortung disqualifiziert. Auch Rednerinnen und Redner der Grünen und der SPD nahmen die CDU klar gegen den Vorwurf des Faschismus in Schutz.Pantisano folgte der Debatte, meldete sich aber selbst nicht zu Wort. Stattdessen sprach die Linken-Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner. Über Pantisanos Äußerungen sagte sie: „Das war nicht korrekt, und er hat sich offen dafür entschuldigt. Das hat Größe.“ Zugleich äußerte sie selbst scharfe Kritik an der CDU für deren Sozialpolitik und an Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), unter anderem über das „Stadtbild“.Lesen Sie auchDie Debatte eskalierte, als Schwerdtner von Zwischenrufen der AfD unterbrochen wurde. Sie rief in deren Richtung: „Sie sind die Nachfahren der Verbrecher des Holocaust, Sie haben hier gar nichts zu sagen. Mein Gott.“ Der AfD-Abgeordnete Maximilian Kneller sagte daraufhin über die Linke: „Es ist ja immerhin eine Partei, die an der innerdeutschen Grenze, am sogenannten antifaschistischen Schutzwall, auch auf Deutsche geschossen hat.“„Verkürzt und in dieser Form falsch“Pantisano hatte am Wochenende in einem „Bild“-Interview gesagt: „Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.“ Unionspolitiker reagierten empört, auch in der Linken gab es Irritationen.Daraufhin entschuldigte sich Pantisano mit den Worten: „Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch. Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen.“ Lesen Sie auchPantisano fügte hinzu: „Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen, die die Demokratie abschaffen wollen, dürfen wir nicht verwischen.“ Lesen Sie auchDie CDU-Politikerin Ottilie Klein sagte in der Bundestagsdebatte: „Spätestens seit diesem Wochenende ist klar, die Linkspartei ist eben keine normale Partei. Und es muss Konsens sein: Demokraten machen mit Radikalen keine gemeinsame Sache, weder mit denen am rechten noch mit denen am linken Rand. Und für uns Christdemokraten ist völlig klar: keine Zusammenarbeit mit der extremen Linkspartei.“dpa/nw
Nach Faschismus-Vorwurf: „Sie haben hier gar nichts zu sagen“ – Bundestag debattiert hitzig über die Linke und AfD - WELT
Im Bundestag wird Pantisanos Vorwurf einer „faschistischen Politik“ der CDU diskutiert. Unionspolitiker weisen den Vorwurf zurück, Linken‑Chefin Schwerdtner verteidigt ihren Vorsitzenden – und liefert sich einen Schlagabtausch mit der AfD.












