Der italienische Fußballverein Lazio Rom muss seiner ehemaligen Spielerin Maja Göthberg Schadensersatz zahlen, weil das Arbeitsverhältnis aufgrund ihrer Schwangerschaft unrechtmäßig beendet wurde. Das entschied nach Angaben der Spielergewerkschaft FIFPRO der Internationale Sportgerichtshof Cas.
Lazio muss Göthberg nun insgesamt 69.333 Euro zahlen.Aus Sicht der FIFPRO habe der Cas damit einen Präzedenzfall geschaffen. Das »bahnbrechende« Urteil, das auch Gehaltsnachzahlungen beinhalte, könne die zukünftige Anwendung des Schwangerschaftsschutzes im Profifußball prägen, hieß es von der FIFPRO.In diesem Fall sei es nie nur um Fußball gegangen, wurde Göthberg in einer Mitteilung der Gewerkschaft zitiert: »Das Urteil sendet die Botschaft aus, dass eine Schwangerschaft niemals als Problem oder als Grund dafür angesehen werden sollte, einer Spielerin Einsatzmöglichkeiten zu verweigern.«
Dann erfuhr Göthberg von ihrer Schwangerschaft und informierte den Verein – ein Kontrakt kam nun nicht mehr zustande. Göthberg sah ihre Schwangerschaft als Grund dafür und klagte. Der Club vertrat die Auffassung, dass kein Vertrag zustande gekommen sei.
»Dieser Fall zeigt, dass die Mutterschaftsbestimmungen der Fifa nicht nur Worte auf dem Papier sind, sondern den Spielerinnen einen echten Schutz bieten«, sagte Alexandra Gomez Bruinewoud, Rechtsdirektorin der FIFPRO.Die Bedeutung dieses Urteils gehe über den Fall Göthberg hinaus. Es bestätige, »dass Vereine nicht einfach ein Arbeitsverhältnis beenden können, selbst wenn dieses noch nicht vollständig formalisiert ist, sobald sie erfahren, dass eine Spielerin schwanger ist«.










