Der Hass auf Muslime gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch Widerspruch dagegen gibt es hierzulande viel zu wenig.
Kein neues Thema: Rima Hamamo von der Organisation CLAIM bei der Vorstellung einer Kampagne gegen Muslimfeindlichkeit im Jahr 2022
Britta Pedersen/dpa
E in Mann in Edinburgh läuft mit einer Axt in der Hand durch die Straßen und greift nahe einer Moschee wahllos Menschen an, bis ihn die Polizei überwältigt. Ein 23-jähriges Mitglied der CDU in Krefeld verbreitet in den sozialen Medien, er würde gern alle Muslime „vergasen“. Vor einem Monat greifen zwei jugendliche Terroristen in den USA eine Moschee an und töten drei Menschen. Sie wollten ein Massaker verüben und ihre Tat live im Internet streamen.
Über 4.000 antimuslimische Vorfälle wurden im vergangenen Jahr allein in Deutschland registriert, im Durchschnitt gut elf Vorfälle pro Tag. Darunter fallen tätliche Angriffe auf Schulkinder, Bombendrohungen gegen Moscheen und sogar Morde, bei denen Gerichte nicht immer ein antimuslimisches Motiv erkennen wollen. Die große Mehrheit bilden aber Vorfälle in der Schule, bei der Wohnungssuche oder bei Behörden sowie, besonders häufig, rassistische Beschimpfungen im Internet: die ganz alltägliche Ausgrenzung.














