PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltAfD-Politiker Reichardt wegen Hitlergruß-Vorwurf in KritikStand: 16:35 UhrLesedauer: 2 MinutenIn der Kritik: der sachsen-anhaltische AfD-Politiker Martin Reichardt. (Archivbild)Quelle: Hendrik Schmidt/dpaEin AfD-Politiker mit ausgestrecktem Arm? Der Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Was sagt die AfD zu der Geste?Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt ist wegen eines Fotos mit erhobenem Arm in die Kritik geraten. Reichardt habe im Beisein von Parteikollegen den Hitlergruß gezeigt, heißt es im Politico-Podcast «Inside AfD». Die Partei wies die Darstellung des Magazins zurück. Reichardt ist sachsen-anhaltischer AfD-Chef und auch Mitglied im Bundesvorstand der Partei.Das Foto stammt aus dem Jahr 2020. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Reichardt den linken Arm ausstreckt. Zwei Augenzeugen hätten gegenüber «Inside AfD» bestätigt, es habe sich um einen Hitlergruß gehandelt, hieß es.«Die fragliche Geste war kein "Hitlergruß", sondern ein angedeuteter Ritterschlag», sagte ein Sprecher der AfD Sachsen-Anhalt auf Anfrage. Welche Worte in der fast sechs Jahre zurückliegenden Situation gewechselt worden seien, sei keiner der Personen mehr erinnerlich.Ist Hitlergruß mit linkem Arm strafbar?Die sachsen-anhaltische Linken-Politikerin Eva von Angern erklärte, sie sei entsetzt über das Foto. «Dieser Gruß ist in Deutschland strafbar und steht wie kaum ein anderes Symbol für die Verbrechen des Nationalsozialismus, für Menschenverachtung, Antisemitismus und die Zerstörung der Demokratie», sagt von Angern. «Wer den Hitlergruß zeigt, verhöhnt die Opfer des NS-Regimes und beschädigt die Demokratie.»Der Hitlergruß mit dem linken Arm ist in Deutschland genauso strafbar wie mit dem rechten Arm, wie das Oberlandesgericht Hamm im Jahr 2024 in einem Beschluss klargestellt hat. Er stelle eine verbotene nationalsozialistische Grußform dar, solche Kennzeichen sollten aus dem Bild des politischen Lebens grundsätzlich verbannt werden, begründete das Gericht.Die AfD Sachsen-Anhalt möchte um Juli zu einem Landesparteitag zusammenkommen. Dann ist auch die Wahl des Landesvorstands geplant. Reichardt ist seit 2018 Landesvorsitzender und will erneut für das Amt kandidieren. In Sachsen-Anhalt wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.dpa-infocom GmbH