Wie die Esa mitteilte, nahm »Euclid« die auch Bulge genannte Zone Ende März vergangenen Jahres für etwa 26 Stunden in den Blick. Der Bulge im Zentrum der Milchstraße ist besonders hell. Dort befinden sich vor allem ältere und kühlere Sterne. »Euclids« Kamera ist der Esa zufolge empfindlich genug, um einzelne Sterne abzubilden.Das Bild ist demnach zusammengesetzt aus neun einzelnen Aufnahmen des Teleskops. Für die Farben wurden Aufnahmen eines weiteren Teleskops hinzugezogen.

Die Beobachtungen könnten Forschenden helfen, eine Bestätigung für die Existenz weiterer Exoplaneten zu finden und deren Masse zu bestimmen. Exoplaneten sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die andere Sterne umkreisen. Erstmals wurden solche Himmelskörper 1995 beobachtet. Seitdem wurden mehrere Tausend von ihnen identifiziert.Die Sonde »Euclid« war zur Erforschung dunkler Materie und dunkler Energie im Sommer 2023 ins All gestartet. Herzstück ist das hochauflösende Teleskop, das mit zwei Kameras ausgestattet ist – eine für den sichtbaren Wellenlängenbereich und eine für den Nah-Infrarotbereich. Sie sollen die Formen von Galaxien abbilden beziehungsweise dabei helfen, auf die Entfernung von Galaxien zu schließen.