PfadnavigationHomePanoramaRenningen in Baden-WürttembergVerdacht auf vorgetäuschte Entführung – Ermittlungen gegen Mutter nach Fund von totem BabyStand: 16:23 UhrKerzen und Blumen sind in der Nähe eines Bachlaufs in Renningen abgelegt, wo die Leiche eines Babys entdeckt wurdeQuelle: Enrique Kaczor/dpaEin Baby verschwindet aus seinem Kinderwagen – wenig später wird es tot an einem Bach entdeckt. Nun steht die Mutter im Fokus der Ermittler: Der Verdacht lautet, sie habe eine Straftat vorgetäuscht.Fünf Tage nach dem Fund eines toten Säuglings im baden-württembergischen Renningen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft nun gegen die Mutter. Die 32-Jährige soll das tote Kind mutmaßlich selbst am Ortsrand abgelegt haben, wie die Ermittler in Stuttgart und Ludwigsburg am Mittwoch mitteilten. Es gebe keine Hinweise auf eine Entführung des Säuglings. Unklar ist demnach aber weiterhin, wie der kleine Junge starb.Dutzende Polizeibeamte sowie weitere Einsatzkräfte hatten am Freitag mit Unterstützung von Drohnen und speziellen Spürhunden nach ihm gesucht. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Das Baby sollte in der Nacht zum Freitag aus seinem Kinderwagen verschwunden sein. Am Freitagmittag wurde dann eine Babyleiche gefunden.Ein DNA-Abgleich ergab den Ermittlern zufolge, dass es sich um den gesuchten drei Monate alten Jungen handelt. Die Polizei in Ludwigsburg richtete die Ermittlungsgruppe „Wagen“ mit 13 Beamten ein. Gegen die Mutter bestehe der Verdacht, eine Straftat vorgetäuscht zu haben.Mit Hilfe von speziellen Vermessungen am Fundort der Leiche haben Experten des Landeskriminalamts zuletzt nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein dreidimensionales Modell erstellt. Dadurch können sich mögliche Abläufe rekonstruieren lassen. Zudem werden mehrere Zeugenhinweise ausgewertet. Polizei und Staatsanwaltschaft machen bislang keine Angaben dazu, ob sich die nun verdächtigte Mutter zum Verschwinden des Kindes äußert.AFP/dpa/jho/mol