Auf den ersten Blick ist es ein übersichtliches Vorhaben. Der Senat baut die Schönfließer Brücke in Prenzlauer Berg bis 2029 neu. Fußgänger und Radfahrer kommen künftig komfortabel über die Ringbahn. Doch als der Senat jetzt über den neuen Zeitplan des Zwölf-Millionen-Euro-Projekts informierte, wurde klar: Dieser Brückenbau hat es in sich. Immerhin konnten die Planer eine Befürchtung der Bürger zerstreuen.„Unsere Befürchtung ist, dass auf der neuen Schönfließer Brücke Heerscharen von Leuten sitzen werden“, sagte Stephan Thiele, der nebenan wohnt. Dass dort nachts bis in den Morgen hinein gefeiert wird. „Da habe ich totale Bedenken“, warnte der Architekt während der Informationsveranstaltung des Senats am Dienstagabend.Brücken, die nicht nur dem Verkehr dienen: Im Urlaub findet man so etwas schön. Die Karlsbrücke in Prag und die Untere Brücke in Bamberg sind Beispiele für Bauwerke, die einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Es sind Brücken, auf denen sich Menschen gern treffen.
So reagieren die Planer auf Bedenken der Anwohner
Doch in diesem Teil des Bezirks Pankow wollen Anwohner vermeiden, dass ein Touristentreffpunkt wie die Admiralsbrücke entsteht. Auf der Brücke, die in Kreuzberg über den Landwehrkanal führt, versuchte das Bezirksamt vergeblich, die Lärmbelastungen zu dämpfen – größtenteils ohne Erfolg. Kein Wunder, dass Bürger in Prenzlauer Berg befürchten, dass auch die neue Brücke über den Ring ein Anziehungspunkt wird.







