Eine Sprecherin des Bachfests Leipzig bestätigt, John Eliot Gardiner habe sich „grenzüberschreitend gegenüber einer Kollegin verhalten“. Folgt man der Aussage der Betroffenen gegenüber MDR Kultur, hat der britische Dirigent nach einem Konzert am 16. Juni „seine Dankesurkunde in den Ausschnitt meines T-Shirts“ stecken wollen. Bei dem Festival werden solche Urkunden anstelle der sonst üblichen Blumen überreicht.Eine Sprecherin Gardiners wiederum formuliert es dem Sender gegenüber so: Der 83 Jahre alte Dirigent habe „in einem Moment aufrichtiger Verwirrung“ die Rolle kurzzeitig unter der Halskette der Frau platziert. Er soll sie um Entschuldigung gebeten und sein Fehlverhalten eingeräumt haben.Am Dienstag teilte das Bach-Archiv als Veranstalter des Festivals mit, über die bereits ausgesprochene Einladung Gardiners zum Bachfest 2027 neu zu entscheiden. Das Bach-Archiv und sein Bachfest müssten „jederzeit ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden sein“.Im August 2023 hatte John Eliot Gardiner einen Sänger nach einer Opernaufführung geohrfeigt. In Interviews hatte er später angekündigt, sich in Therapie zu begeben, und von einer Gelegenheit gesprochen, an sich zu arbeiten. Erst nach einer Pause von mehr als 15 Monaten war er für öffentliche Auftritte ans Dirigentenpult zurückgekehrt.
Bachfest Leipzig prüft Zusammenarbeit mit Gardiner
Dem Dirigenten John Eliot Gardiner wird „grenzüberschreitendes Verhalten“ nach einem Konzert beim Bachfest Leipzig vorgeworfen. Eine Vertraute spricht von „einem Moment aufrichtiger Verwirrung“.








