PfadnavigationHomeRegionalesHamburgKulturpolitikHamburgs neues Preismodell – Eintritt für Elbphilharmonie-Plaza ab OktoberStand: 14:27 UhrLesedauer: 2 MinutenAußenansicht der Fassade der Elbphilharmonie mit einem Ausgang zur PlazaQuelle: Christian Charisius/dpaDie Elbphilharmonie-Plaza verliert ihren Status als frei zugänglicher Aussichtsbalkon. Fünf Euro Eintritt markieren einen Kurswechsel der Stadt – während der rot-grüne Senat um jeden Haushaltsposten ringt.Der Eintritt auf die Aussichtsplattform der Hamburger Elbphilharmonie soll in wenigen Monaten nicht mehr kostenlos sein. Der allgemeine Eintritt soll sich auf fünf Euro belaufen, ermäßigt drei Euro, wie aus den Ergebnissen der Haushaltsberatungen des rot-grünen Senats hervorgeht. Die Erhebung des Eintritts sei unvermeidlich, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs für die Jahre 2027 und 2028.Der Eintrittspreis wird nicht erst im kommenden Jahr erhoben. Wie ein Sprecher der Kulturbehörde der dpa sagte, soll der Eintritt vom 5. Oktober an gezahlt werden müssen. Die Pläne sind Teil des Haushaltsentwurfs des Senats. Dieser geht im nächsten Schritt an die Hamburgische Bürgerschaft, wo er nach mehreren Beratungsrunden in Ausschüssen dann voraussichtlich im Dezember vom Parlament endgültig verabschiedet werden soll.Lesen Sie auchDie Plaza in 37 Metern Höhe auf der achten Etage wurde Ende 2016 eröffnet. Zuletzt hatte ein Behördensprecher immer wieder betont, dass ein Eintritt eigentlich von Anfang an geplant war. Bislang mussten Besucher sich zwar ein Ticket für die Plaza holen, das war aber kostenlos.Mehr als 2,2 Millionen Besucher im vergangenen JahrDie Aussichtsplattform ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt. Im vergangenen Jahr haben mehr als 2,2 Millionen Menschen die Plaza besucht und den kostenlosen Ausblick über Hafen und Stadt genossen. Täglich kommen bis zu 17.000 Menschen auf den Rundweg mit Weitblick. Die Plaza liegt genau zwischen der Ziegel- und der Glasfassade des imposanten Konzerthauses mit dem wellenförmigen Dach.2016 hatte der damalige Bürgermeister und spätere Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in seiner Rede zur Eröffnung der Elbphilharmonie den Bürgern versprochen: „Jede Hamburgerin und jeder Hamburger kann ab heute hierherkommen und sagen: Das ist unser Balkon, der größte der Stadt.“ Und: „Die Plaza ist ein öffentlicher Ort, frei zugänglich für jedermann und jede Frau.“Lesen Sie auchUrsprünglich sollte das Konzerthaus 2010 fertiggestellt werden, es wurde 2016/17. Zudem hatten sich die Kosten von anfangs geplanten 77 Millionen Euro zunächst auf gut 241 Millionen bei Vertragsvergabe erhöht und waren am Ende auf etwa 789 Millionen Euro gestiegen. Mittlerweile ist die Elbphilharmonie das Wahrzeichen Hamburgs, das es von Anfang an sein sollte.Kölner Dom verlangt ebenfalls EintrittZuletzt hatte auch der Kölner Dom seine Strategie bezüglich freien Eintritts geändert. Von Juli an müssen Touristinnen und Touristen ein Eintrittsgeld von zwölf Euro für den Besuch des Innenraums bezahlen. Der Besuch von Gottesdiensten bleibt kostenfrei.lno/juve