PfadnavigationHomeRegionalesHamburgElbphilharmonieEintritt zur Plaza? Lieber als Kürzungen! – Brosdas Plan für Hamburgs KulturStand: 13:10 UhrLesedauer: 3 MinutenBesucherandrang auf die Plaza der ElbphilharmonieQuelle: Pressebild.de/Bertold FabriciusFünf Euro für den Blick vom Wahrzeichen: In Hamburg wird über Eintritt für die Elbphilharmonie-Plaza diskutiert. Kultursenator Brosda (SPD) bringt den Vorschlag in die Haushaltsverhandlungen ein – Kritik kommt von Linken und CDU.In der kommenden Woche legt der Hamburger Senat bei einer Klausur einen Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2027 und 2028 fest. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) geht dabei offenbar mit einem Vorschlag ins Rennen, der einen Eintritt zum Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie vorsieht. Der Eintritt zur Plaza des Konzerthauses könnte einem NDR-Bericht zufolge künftig fünf Euro kosten. Dies berichtete der Norddeutsche Rundfunk unter Berufung auf mehrere Quellen, die mit der Finanzierung der Elbphilharmonie vertraut seien. Ein konkretes Datum ging aus dem Bericht nicht hervor.Man müsse weiter die Haushaltsverhandlungen abwarten, sagte ein Sprecher der Kulturbehörde auf dpa-Anfrage. Kultursenator Carsten Brosda hatte bereits Anfang Mai bei der Landespressekonferenz deutlich gemacht, in welche Richtung die Überlegungen gehen. Wenn sich die Frage stelle, ob bei der Kultur gekürzt oder der Zugang zur Plaza bepreist werde, würde er sich „darauf fokussieren, den Zugang zur Plaza zu bepreisen“ – statt Kultureinrichtungen infrage zu stellen oder auf Förderprogramme zu verzichten, die kulturelle Vielfalt sichern.Lesen Sie auchDie Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft kritisierte das mögliche Eintrittsgeld für den beliebten Hamburger Aussichtspunkt. „Dass hier versucht wird, aus einem Ort für alle Geld für die Stadtkasse herauszuholen, ist eine absolute Unverschämtheit“, sagte Marie Kleinert, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, in einer Mitteilung und verwies gleichzeitig auf die Steuergelder, die bereits für die Elbphilharmonie genutzt wurden.Kritik von mehreren FraktionenDie CDU-Fraktion zeigte sich offen dafür, künftig Eintritt zu verlangen. Fünf Euro pro Person würden aber über das notwendige Maß hinausschießen, kritisierte Kulturpolitiker Dietrich Wersich. „Das geht vor allem zu Lasten von Menschen mit wenig finanziellen Mitteln, die unangemessen zur Kasse gebeten werden.“Die Aussichtsplattform auf 37 Metern ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt. Im vergangenen Jahr haben mehr als 2,2 Millionen Menschen die Plaza besucht und den kostenlosen Ausblick über Hafen und Stadt genossen. Die Plaza wurde Ende 2016 eröffnet.Lesen Sie auchDie Debatte um einen möglichen Eintritt ist eng mit der Geschichte des Konzerthauses verknüpft. Die Elbphilharmonie wurde am 11. Januar 2017 eröffnet, nach jahrelangen Verzögerungen und massiven Kostensteigerungen. Statt der ursprünglich veranschlagten rund 77 Millionen Euro kostete der Bau die Stadt am Ende etwa 866 Millionen Euro und wurde damit zu einem der umstrittensten Großprojekte der Stadt.Die Plaza ist seit November 2016 öffentlich zugänglich. Im Betriebskonzept war jedoch festgelegt, dass ein spontaner Besuch nur in der Anfangsphase kostenlos bleiben sollte und später ein Eintritt erhoben werden kann. Dass der Zugang bis heute im Grundsatz frei ist, ist damit Ergebnis politischer Entscheidungen. Ganz ohne Gebühr ist der Besuch allerdings schon jetzt nicht: Wer sich vorab online ein Zeitfenster sichert, zahlt drei Euro pro Ticket, für Gruppen werden zwei Euro fällig; kostenlose Tickets gibt es vor Ort nur nach Verfügbarkeit.Erst kürzlich hatte der Kölner Dom bekanntgegeben, dass er künftig Eintrittsgeld für die wohl berühmteste deutsche Kirche verlangen will. Der Kölner Dom wird jährlich von rund sechs Millionen Menschen besucht, die meisten davon sind Touristen. Sie sollen von Juli an für den Besuch des Innenraums mit zwölf Euro zur Kasse gebeten werden. Unter anderem für Gottesdienstbesucher soll der Eintritt aber kostenfrei bleiben.lno/juve
Elbphilharmonie: Eintritt zur Plaza? Lieber als Kürzungen! – Brosdas Plan für Hamburgs Kultur - WELT
Fünf Euro für den Blick vom Wahrzeichen: In Hamburg wird über Eintritt für die Elbphilharmonie-Plaza diskutiert. Kultursenator Brosda (SPD) bringt den Vorschlag in die Haushaltsverhandlungen ein – Kritik kommt von Linken und CDU.







