Junge Erwachsene in Deutschland konsumieren mehr Kokain als bislang. Das zeigen Zahlen der Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Demnach konsumierten im vergangenen Jahr 4,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Kokain, 2015 waren es noch 1,2 Prozent.
Unter jungen Männern (5,7 Prozent) ist Kokain noch verbreiteter als unter jungen Frauen (2,4 Prozent). Für die Repräsentativbefragung wurden laut BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7001 Personen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren befragt.Befragt wurden die jungen Menschen, ob sie in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal eine bestimmte Droge konsumierten. Außerdem spielte eine Rolle, welche Erfahrungen sie in ihrem Leben bereits mit illegalen Drogen machten und auch, mit welcher genau.
»Schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche«Hendrik Streeck, Bundesbeauftragter für Sucht- und Drogenfragen, bezeichnet den Anstieg des Kokainkonsums als besonders alarmierend. »Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge«, wird der CDU-Politiker in einer Mitteilung des Instituts zitiert. Das sei jedoch eine gefährliche Täuschung. »Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen.«









