Sollte die Gasversorgung in Deutschland beeinträchtigt werden, nachdem Russland die Ukraine im Februar 2022 angegriffen hatte? Die Bundesanwaltschaft lässt seit Mittwochmorgen Privaträume eines Russen in Berlin und eines Unternehmens in Frankfurt durchsuchen. Gegen den Russen wird unter anderem wegen Beihilfe zu verfassungsfeindlicher Sabotage ermittelt. Die Karlsruher Strafverfolgungsbehörde hat den Verdacht, dass er Ende März 2022 die Umstrukturierung der Gazprom Germania unterstützte und damit die Gasversorgung in Deutschland beeinträchtigen wollte.Damals hielt die Gazprom Germania mindestens 25 Prozent der Erdgasspeicherkapazitäten in Deutschland. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine verschoben die Gesellschafter die Unternehmensanteile an ein Moskauer Unternehmen, das zuvor nicht im Energiesektor tätig war.Liquidation verhindertUnmittelbar nach dem Verkauf ordneten die neuen Eigentümer die Liquidation des Unternehmens an. Eine Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums lag dafür nicht vor. Der Russe soll die Umsetzung des Liquidationsbeschlusses unterstützt haben.Das Ministerium ordnete die treuhänderische Verwaltung der Gazprom Germania durch die Bundesnetzagentur an, so dass die Liquidation verhindert wurde.Gazprom Germania war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise in Deutschland verstaatlicht.Laut Bundesanwaltschaft dienen die Durchsuchungen der Suche nach Beweisen. Festnahmen gab es nicht.
Durchsuchungen wegen möglicher Sabotage im Umfeld von Gazprom Germania
Nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine änderten die Eigentümer die Unternehmensstruktur von Gazprom Germania – wohl, um Deutschland zu schaden. Die Bundesanwaltschaft ließ eine Razzia durchführen.










