PfadnavigationHomePolitikDeutschlandRazzia in Berlin und FrankfurtGeneralbundesanwalt wirft Russen versuchten Angriff auf deutsche Gasversorgung vorStand: 12:18 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Zusammenhang mit der früheren Gazprom-Tochter Gazprom Germania lässt die Bundesanwaltschaft in Berlin und Frankfurt am Main Räumlichkeiten durchsuchen. Es besteht der Verdacht, dass Verkauf und Liquidierung der Firma 2022 die Gasversorgung in Deutschland beeinträchtigen sollten.Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen russischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts, an einem versuchten Angriff auf die deutsche Gasversorgung beteiligt gewesen zu sein. Wie die Behörde mitteilte, wurden am Mittwoch in Berlin und Frankfurt am Main mehrere Objekte des Beschuldigten sowie einer nicht tatverdächtigen Person durchsucht. Dem Beschuldigten wird unter anderem Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz sowie zu versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage vorgeworfen.Nach Angaben der Bundesanwaltschaft steht der Fall im Zusammenhang mit der Abwicklung der Gazprom Germania GmbH im März 2022. Die Gesellschaft war damals über Umwege aus dem russischen Gazprom-Konzern herausgelöst und an ein Moskauer Unternehmen übertragen worden. Der neue Eigentümer habe unmittelbar die Liquidation angeordnet – ohne die erforderliche Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums. Zu diesem Zeitpunkt hielt die Gesellschaft mindestens 25 Prozent der Erdgasspeicherkapazitäten in Deutschland vor.Nach Einschätzung der Ermittler könnte die Abwicklung darauf abgezielt haben, die Gasversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen. Der Beschuldigte soll die Umsetzung dieses Plans unterstützt haben. Die Maßnahme konnte nach Angaben der Bundesanwaltschaft verhindert werden, weil der Staat die Kontrolle über die Gazprom Germania GmbH übernahm und die treuhänderische Verwaltung durch die Bundesnetzagentur einsetzte.Festnahmen gibt es bislang nicht. Die Durchsuchungen dienten laut Bundesanwaltschaft dazu, Beweise zu sichern und den bestehenden Verdacht weiter aufzuklären. Die Ermittlungen führt das Zollkriminalamt.Mehr in Kürzell mit AFP