Sie hat noch nie zugesehen, wenn sich bei der TV-Live-Übertragung des Lese-Marathons aus Klagenfurt die Kritiker im Beisein der Autoren über deren Texte hermachen. Überhaupt hält die Münchner Schriftstellerin und Lyrikerin Slata Roschal nicht viel von Literatur-Wettbewerben. Dabei hat sie schon etliche gewonnen, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Jetzt also wird die Autorin mit russisch-jüdischen Wurzeln selbst bei diesem bedeutendsten und reichweitenstärksten Preislesen mitmachen.