ZEIT Verbrechen: Herr Pichler, Sie haben ein Gewächshaus aus Ihrem Fotostudio gemacht. Um zu verstehen, warum, müssen wir in den Sommer 2020 zurückgehen. Was ist damals passiert?
Klaus Pichler: Damals ereignete sich ein Fall, von dem ich später in den Medien las. In den USA bekamen Menschen Samen aus China per Post zugesandt. Massenhaft und unverlangt. Aus der Retrospektive fiel mir auf, wie seltsam die Menschen insgesamt mit diesem Ereignis umgingen. Anfangs wusste man nichts. Es ließ sich nicht entschlüsseln, wieso diese Samen per Post in die USA verschickt worden waren. Doch sofort verbreiteten sich Verschwörungstheorien von einem chinesischen Masterplan, die USA zu zerstören. Und die Menschen verfielen in Panik und Massenhysterie.







