Es gibt noch Verspätungen, aber immerhin rollen nach dem Ausfall bei der Bahn wieder Züge. Reisende berichten von teils chaotischen Zuständen in der Nacht. »Das macht mich fassungslos«, sagt ein Minister.
24.06.2026, 08.05 Uhr
Reisende am Bahnhof in Frankfurt am Main
Seit dem frühen Morgen läuft der Bahnverkehr Schritt für Schritt wieder an. Teils gibt es aber im Berufsverkehr noch Verspätungen oder Ausfälle. Bahn-Konkurrenten und auch Politiker verlangen nun Transparenz, wie es zu der Unterbrechung kommen konnte. Am späten Dienstagabend hatte eine deutschlandweite Störung bei der Deutschen Bahn (DB) für rund zwei Stunden den Zugverkehr in ganz Deutschland lahmgelegt. Der Grund war laut Bahn eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R. Die Sicherheitsbehörden gehen nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) nicht von Sabotage aus. Als Ursache werde ein fehlerhaftes Update der Deutschen Bahn vermutet.
Der Verband der privaten Güterbahnen fordert eine genaue Aufarbeitung. Die Ursache für den Ausfall dürfe »nicht allein durch eine ›Selbstauskunft‹ der DB InfraGo als Betreiberin beantwortet werden«, sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger der dpa. Es brauche eine bessere Überwachung und Steuerung des Schieneninfrastrukturbetriebs. Der Verband fordert dazu seit Langem die Gründung eines Bundesamts für Schieneninfrastruktur.











