Die Google-Tochter YouTube hat eine Klage eines Minderjährigen beigelegt, der der Plattform vorwarf, seiner psychischen Gesundheit geschadet zu haben. Das teilten die Anwälte des Klägers am Dienstag (Ortszeit) mit. Über die Bedingungen der außergerichtlichen Einigung wurde Stillschweigen vereinbart.
»Unsere Konzentration liegt weiterhin darauf, altersgerechte Produkte und Kindersicherungen zu entwickeln«, teilte ein Google-Sprecher mit. Die Anwälte des Klägers erklärten hingegen: »Die Entscheidung von YouTube, diesen Fall beizulegen, bevor es sich einer Jury stellen muss, spricht für sich.«Die Klage war ursprünglich gegen vier Unternehmen gerichtet. Neben YouTube waren dies die Meta-Tochter Instagram, Snapchats Mutterkonzern Snap und die zu ByteDance gehörende Plattform TikTok. Die verbleibenden drei Unternehmen müssen sich dem Gerichtsverfahren in Kalifornien im Juli weiterhin stellen.
Tausende weitere Klagen laufenDer Kläger, ein 16-jähriger Junge aus Florida, hatte Gerichtsunterlagen zufolge im Alter von etwa acht Jahren mit der Nutzung sozialer Medien begonnen. Er sei süchtig geworden und habe unter Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen gelitten.Der Fall ist Teil einer Klagewelle in den USA gegen Social-Media-Konzerne wegen der mutmaßlichen Suchtgefahr ihrer Plattformen für junge Nutzer. Mehr als 3300 derartige Klagen sind allein vor einem kalifornischen Gericht anhängig, weitere 2600 bei einem Bundesgericht. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück und geben an, umfangreiche Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer zu ergreifen.










