PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNach KürzungenHilfswerke fordern von Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Euro für humanitäre HilfeStand: 03:00 UhrLesedauer: 2 MinutenReem Alabali Radovan (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, stellte im Januar die Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vorQuelle: Britta Pedersen/dpaDer Etat für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit wird kleiner. Hilfswerke fordern, die Mittel wieder aufzustocken und den NGOs mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Die Bundesregierung soll sich zudem konsequenter für eine Einhaltung des Völkerrechts einsetzen.Mindestens 2,8 Milliarden Euro pro Jahr sollte die Bundesregierung für humanitäre Hilfe bereitstellen. Das fordern die Welthungerhilfe und Terres des hommes in ihrem Kompass 2026, der am Mittwoch vorgestellt wird. Dafür müssten die von zwei auf eine Milliarde Euro gekürzten Mittel für humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt wieder aufgestockt werden. Beide Hilfswerke appellieren zudem an die Bundesregierung, von den geplanten Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit abzusehen.„Humanitäre Hilfe muss bedarfsorientiert, neutral und unabhängig sein und darf nicht sicherheits-, migrations- oder geopolitischen Interessen untergeordnet werden“, schreiben die beiden Hilfswerke in ihrem Bericht. Lesen Sie auchAuch dürfe die geplante Umstrukturierung im Auswärtigen Amt nicht dazu führen, dass die humanitäre Hilfe an Priorität verliere. Das Auswärtige Amt hat unter den aktuellen Sparvorgaben für alle Ministerien entschieden, Abteilungen zu schließen und zusammenzulegen.Die Bundesregierung muss sich aus Sicht der Hilfswerke zudem konsequenter für eine Einhaltung des humanitären Völkerrechts einsetzen. Dazu zählten auch Verstöße gegen das Völkerrecht in UN-Foren.NGOs sollen größere Gestaltungsmöglichkeiten bekommenFür mehr Wirksamkeit und Kosteneffizienz der Entwicklungszusammenarbeit sollten zivilgesellschaftliche Organisationen aus Sicht der beiden Hilfswerke zudem größere Gestaltungsmöglichkeiten erhalten. Der jährlich erscheinende Bericht analysiert den Kurs der Bundesregierung in Zeiten geopolitischer Krisen.Lesen Sie auchUnter dem Druck von Sparzwängen will die Bundesregierung ihre Entwicklungszusammenarbeit künftig auf die ärmsten Länder der Welt und das Überwinden von Hunger und Armut dort konzentrieren. „Wir können nicht überall alles machen. Deshalb bündeln wir unsere Kräfte“, sagte Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan.Nach ihren Worten sollen die Hilfe strategischer, fokussierter und partnerschaftlicher werden. Sie solle auch stärker Deutschlands Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen dienen.KNA/saha
Nach Kürzungen: Hilfswerke fordern von Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe - WELT
Der Etat für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit wird kleiner. Hilfswerke fordern, die Mittel wieder aufzustocken und den NGOs mehr Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Die Bundesregierung soll sich zudem konsequenter für eine Einhaltung des Völkerrechts einsetzen.








