PfadnavigationHomePolitikAuslandNahost-KriegIran widerspricht Darstellung TrumpsStand: 21:58 UhrLesedauer: 2 MinutenRobert Greil, Chefstratege von Merck Finck, erwartet im Gespräch mit Dietmar Deffner anhaltende Unsicherheit bei den Iran-USA-Verhandlungen und eine volatile Entwicklung der Energiepreise. „Der Dax dürfte sich zwischen 22.000 und 26.000 Punkten seitwärts bewegen.“Iran und USA liefern widersprüchliche Angaben zu möglichen IAEA‑Inspektionen. Während Washington von einer umfassenden Zustimmung spricht, bestreitet Teheran eine Vereinbarung.Die Darstellungen von Washington und Teheran zum aktuellen Stand möglicher Absprachen über Atom-Inspektionen im Iran gehen auseinander. US-Präsident Donald Trump hatte auf der Plattform Truth Social geschrieben, dass der Iran voll und ganz dem höchsten Standard an Nuklear-Inspektionen zugestimmt habe – und zwar zeitlich unbegrenzt. Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Ali Bahreini, hatte zuvor Angaben von US-Vizepräsident JD Vance über gemeinsame Vereinbarungen bei den jüngsten Verhandlungen in der Schweiz widersprochen. Am Montag hatte JD Vance zum Abschluss der ranghohen Gespräche mit iranischen Vertretern bei Luzern gesagt, der Iran werde die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen, einen Zeitplan gebe es jedoch bisher nicht.Lesen Sie auchBahreini sagte dagegen, der Iran habe bislang nicht der Einreise von IAEA-Inspektoren zugestimmt. Ob diese wieder in den Iran reisen würden, sei Gegenstand der Gespräche einer Arbeitsgruppe, die noch zusammentreten müsse, sagte Bahreini. Auch der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Vormittag (Ortszeit) in Teheran gesagt, dass aktuell keine Inspektionen beschädigter Atomanlagen durch die IAEA geplant seien. Trump sagte später vor Reportern, der Iran wisse selbst, dass die Aussagen Teherans zu den IAEA-Inspektoren falsch seien. Denn ansonsten würden die USA die Gespräche sofort abbrechen. Ob und wie IAEA-Inspektoren in den Iran einreisen dürfen, ist Teil der noch ausstehenden Verhandlungen und nicht im von den USA und dem Iran vergangene Woche unterzeichneten Rahmenabkommen selbst abschließend geregelt. Weitere Aspekte sollen in einer endgültigen Vereinbarung geklärt werden.Botschafter: Verwendung von Vermögenswerten Irans SacheBotschafter Bahreini widersprach auch Vances Aussage, die USA und Katar bestimmten darüber, wie freigegebene iranische Vermögenswerte verwendet würden. „Der Iran ist das einzige Land, das darüber entscheidet, was mit diesen Vermögenswerten geschieht.“ Kein anderes Land habe das Recht, Einfluss darauf zu nehmen, sagte Bahreini. US-Präsident Trump hingegen schrieb in seinem Truth Social-Post von einem Treuhand-Mechanismus, der von den USA kontrolliert werde.Lesen Sie auchMindestens zwei Arbeitsgruppen sollen nach Bahreinis Angaben „in Kürze“ die Arbeit aufnehmen. Zurzeit werde darüber gesprochen, wer beteiligt sei und wann und wo Treffen stattfinden sollen. Der Botschafter schloss weitere Gespräche bei Luzern nicht aus. dpa/nw