Eine ehemalige Polizeiangestellte hat am Landgericht Nürnberg-Fürth eingeräumt, sich regelmäßig aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums Mittelfranken bedient zu haben. Insgesamt hatte die Frau laut Anklage der Staatsanwaltschaft fast 200 000 Euro an sich genommen. Die aufbewahrten Banknoten stammten aus aufgeflogenen Betäubungsmittelgeschäften, Menschenhandel und Geldwäsche.Sie selbst habe laut einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung gar nicht mehr genau gewusst, wie viel Geld sie eigentlich aus dem Safe genommen hatte. Die Diebstähle waren aufgeflogen, als die Asservaten an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden sollten und nicht mehr auffindbar waren.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Die Frau sitzt seit September in Untersuchungshaft und muss sich wegen Diebstahls und Geldwäsche verantworten. Ihr damaliger Lebensgefährte ist ebenfalls angeklagt. Er soll einen Großteil des Geldes für sie aufbewahrt haben und sitzt wegen Geldwäsche auf der Anklagebank.Die Angestellte hatte sich der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zufolge einen Schlüssel für den Safe besorgt. Als ihre Kollegen Feierabend hatten, soll sie zugegriffen haben.Die Frau habe insgesamt sechsmal in der Asservatenkammer Geld gestohlen, listet die Anklage auf. Das Bargeld gab sie der Anklage zufolge an ihren Ex-Freund weiter, um zu verhindern, dass es bei ihr gefunden werden konnte. Die Polizeiangestellte hatte jedoch jederzeit Zugriff. Inzwischen ist das Geld zu großen Teilen wieder zurückbezahlt. Der Prozess soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Dann wird auch ein Urteil erwartet.
200 000 Euro aus der Asservatenkammer: Nürnberger Polizeiangestellte gesteht
Insgesamt soll die Frau sechsmal aus dem Safe Geld genommen haben, das unter anderem bei aufgeflogenen Drogendeals eingezogen worden ist.









