Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hat zwei Männer angeklagt, die mutmaßlich als Teil einer Bande mehrere Senioren um ihr Vermögen gebracht haben sollen. Dazu sollen unbekannte Täter aus dem Ausland sich den Opfern am Telefon als Polizist oder Staatsanwalt ausgegeben haben und durch Vortäuschen einer Gefahr die Senioren dazu bewegt haben, Bargeld, Wertgegenstände oder auch Bankkarten und PIN herauszugeben. Die beiden angeklagten Männer, beide 22 Jahre alt, sollen anschließend als Abholer tätig gewesen sein. Sie sitzen seit November beziehungsweise Februar in Untersuchungshaft.Sechs Menschen im Alter zwischen 63 und 81 Jahren sind den Angaben nach von der Bande um Wertsachen gebracht worden. Im Fall einer 81 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Bergstraße war der Schaden laut der Behörde besonders hoch: Sie soll durch die Tat 176.000 Euro verloren haben. Bei einem Opfer in Freiburg im Breisgau erbeuteten die Täter 11.000 Euro, bei einem weiteren in Nürnberg fast 12.000 Euro. Bei einer Tat in Frankfurt übergab das Opfer seine Bankkarte und 100 Euro in bar, bei einer weiteren Tat in Frankfurt wurde das Smartphone des Opfers mitgenommen, und mit der Bankkarte wurden fast 2000 Euro abgehoben.In einem Fall in Frankfurt erkannte die Frau den Betrugsversuch und rief die Polizei, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Die Beamten nahmen einen der beiden Zweiundzwanzigjährigen sowie einen weiteren Beschuldigten bei einer fingierten Übergabe fest.
Anklage gegen mutmaßliche Betrüger: Seniorin verliert 176.000 Euro
Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft klagt zwei 22 Jahre alte Männer an, die als Abholer einer Bande Senioren um Geld betrogen haben sollen. Bei einem Opfer war der Schaden besonders hoch.






