Messi oder Ronaldo? Diese Frage spaltet Fußballfans seit Jahren. Nachdem Lionel Messi beim 2:0 Argentiniens gegen Österreich mit seinen beiden Treffern zum besten Torschützen der bisherigen WM-Geschichte wurde, folgte Cristiano Ronaldos Antwort beim deutlichen 5:0-Sieg Portugals gegen Usbekistan auf den Fuß: Mit seinem Tor zum 1:0 wurde Ronaldo der erste Spieler der Geschichte, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat.Diese Bestmarke hatte er sich zuvor mit Messi geteilt. Zudem überholte er mit seinem neunten und zehnten WM-Treffer Portugals Legende Eusébio in der ewigen Torschützenliste.Ronaldo war in der 6. und 39. Minute erfolgreich, zudem traf Teamkollege Nuno Mendes (17.) mit einem direkt verwandelten Freistoß. Den vierten Treffer für Portugal erzielte Torwart Abduvokhid Nematov per Eigentor (60.). Der eingewechselte Rafael Leão legte noch nach (87.). Mit nun vier Punkten haben die Portugiesen in der Gruppe K wieder beste Aussichten auf den Einzug in die K.-o.-Runde. Usbekistan steht dagegen vor dem Aus.Mitfavorit oder nicht? Wie stark Portugal bei dieser WM auftreten kann, war nach dem schwachen Auftakt gegen die Demokratische Republik Kongo nur schwer zu deuten. Die Auswahl des amtierenden Nation-League-Siegers ist mit Weltklassespielern besetzt und eigentlich überhaupt nicht mehr von genialen Ronaldo-Momenten abhängig. Das müde 1:1 hatte aber vor allem auch Zweifel an der Harmonie im Team aufkommen lassen.Auch an Ronaldo war nach dem mauen Auftritt zum WM-Auftakt Kritik aufgekommen. Dass er sich diese zu Herzen genommen hatte, zeigt sich nur Sekunden nach Anpfiff. „I'm back“, rief Ronaldo auf dem Weg vom Platz in eine TV-Kamera. „Wir sind zurück, ich bin zurück“, wiederholte der Angreifer wenig später im Interview.Ronaldo überlässt Mendes in seiner ParadedisziplinAls würden sie die Welt vom Gegenteil überzeugen wollen, feierten die Portugiesen dann Ronaldos ersten Treffer überschwänglich. Mit ausgebreiteten Armen rannte der 41-Jährige auf die Bank zu, praktisch alle Spieler rissen den Superstar in ihre Arme. Wenige Minuten zuvor hatte der mehrfache Weltfußballer eine ähnliche, über die Außen eingeleitete Torchance noch relativ leichtfertig vertändelt (4.).Den Freistoß, den Nuno Mendes zum 2:0 verwandelte, überließ der ebenfalls bereitstehende Kapitän seinem Teamkollegen. Usbekistans Torwart Nematov, der von seinem Trainer Fabio Cannavaro in die Startelf berufen worden war, sah bei dem Tor etwas hilflos aus - Mendes traf genau in die sogenannte Torwartecke. Womöglich hatte auch der Keeper damit gerechnet, dass Ronaldo (ins andere Eck) schießt.Nach dem zweiten Gegentor retteten sich die Usbeken, die zum Auftakt mit 1:3 gegen Kolumbien verloren hatten, vor der portugiesischen Wucht in die Trinkpause – und bejubelten dann den vermeintlichen Anschlusstreffer. Doch das Traumtor von Aziz Ganiev in der 29. Minute aus der Distanz zählte nicht, weil Portugals João Cancelo beim Zweikampf zuvor gefoult wurde. Bei der Verkündung der Entscheidung nach Videobeweis jubelten die portugiesischen Fans lautstark.Ein „Siuuuu“ hallt durch die ArenaNach Ronaldos zweitem Tor, ein überlegter Flachschuss, wirkte die Partie schon vor dem Halbzeitpfiff entschieden. Durch die Arena hallte Ronaldos berühmter Torjubel, dessen Ruf von Medien weltweit inzwischen als „Siuuuu“ wiedergegeben wird.Die zweite Halbzeit begann deutlich ruhiger als die erste. Das usbekische Eigentor nach einer Ecke von Bruno Fernandes ließ auch letzte Hoffnungen der Fans des Außenseiters auf eine Sensation schwinden, ehe Leão den Schlusspunkt setzte. Auf Portugals Nationaltrainer Roberto Martínez warten nach dem deutlichen Ergebnis vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Kolumbien in der Nacht zum Sonntag deutlich ruhigere Tage als nach dem Auftaktspiel.
Fußball-WM 2026: Portugal gewinnt 5:0 gegen Usbekistan – Ronaldo stellt Rekord auf
Messi krönte sich am Montag zum neuen WM-Rekordtorschützen. Und Ronaldo? Antwortet mit seiner eigenen WM-Bestmarke. In seiner Paradedisziplin überlässt er den Ball einem Mitspieler.













