Es gebe in diesem Bereich eine starke Tendenz zu Preisaufschlägen, sagte der SPD-Berichterstatter für den Wehretat, Andreas Schwarz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) . »Es werden andere Preise aufgerufen, wenn der Auftraggeber Bundeswehr heißt«, erklärte er. Auch der Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer kritisierte die Kosten im internationalen Vergleich teils als unangemessen hoch.Als Beispiel nannten beide Politiker Tankcontainer für die Truppe, bei denen nicht nachvollziehbar sei, wo die gravierenden Mehrkosten entstanden seien. Wie das RND berichtet, hat sich deren Stückpreis innerhalb von vier Jahren von 142.000 Euro auf rund 291.000 Euro verdoppelt. Die Haushaltspolitiker hätten deshalb eine Ausweitung der Bestellung fürs Erste blockiert.Eine Ursache für die Entwicklung sei fehlende Konkurrenz, sagte Schwarz. Dies müsse künftig strenger kartellrechtlich geprüft werden. Zudem sprachen sich Schwarz und Schäfer dafür aus, Start-ups und neue Akteure stärker bei der Beschaffung einzubinden, um der Bundeswehr Material zu angemessenen Preisen zur Verfügung zu stellen.
Der Bundesrechnungshof sieht die Entwicklung ebenfalls kritisch. Die Sprecherin der Behörde, Simone Kneifl, verwies gegenüber dem RND auf einen Sonderbericht vom Mai 2025 . Darin warne der Rechnungshof vor dem Risiko, dass sich die hohe Verschuldungsmöglichkeit auf die Preisentwicklung auswirke: Wenn einer Organisation in kurzer Zeit deutlich mehr Geld zur Verfügung stehe, steige die Gefahr unwirtschaftlichen Handelns. Der Wehretat umfasst in diesem Jahr 108 Milliarden Euro.








