PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in Nahost„Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“ – Heftige Kritik an Israel-Bericht im ZDF-„Heute Journal“Stand: 12:33 UhrLesedauer: 3 MinutenDunja Hayali, Moderatorin bei „Heute Journal“Quelle: ZDF und Klaus Weddig/[M] Meike WittensEin Beitrag im „Heute Journal“ löst scharfe Kritik aus: Israel soll sich laut ZDF nicht an ein angebliches Friedensabkommen gehalten haben. Dabei werden Fakten verdreht und Stimmen ausgeblendet.Ein Bericht im ZDF „Heute Journal“ sorgt für heftige Kritik: Gezeigt werden Israels Angriffe auf den Libanon – obwohl eine Friedenserklärung unterzeichnet worden sein soll und die „Waffen schweigen müssen“, wie es in einem Beitrag der Sendung heißt. Gemeint ist die Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran vom Ende vergangener Woche. Die beiden Parteien verständigten sich darin auf ein Kriegsende – jedoch ohne die Beteiligung Israels. Das Land war weder an den Verhandlungen beteiligt, noch hat es die Vereinbarung unterschrieben oder ratifiziert. Auch sagt Dunja Hayali in ihrer Anmoderation: „Es geht um nichts weniger als ein Friedensabkommen. Angeblich soll ab morgen verhandelt werden, und das, obwohl der 14-Punkte-Plan nicht eingelöst wird – insbesondere von Israel. Dessen Regierung hält sich nicht an Punkt 1 der Rahmenvereinbarung und damit dann auch nicht an die erst gestern erneuerte Waffenruhe mit der Terrorgruppe Hisbollah.“„Das entwickelt sich langsam zu einer Propaganda“„Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“, kritisierte darauf die Journalistin Sarah Maria Sander auf X. „Israel hat mit diesem Deal nichts zu tun, Israel wurde nicht einmal gefragt. (...) Spinnt ihr beim ZDF jetzt völlig? Wollt ihr einem anderen Land vorschreiben, was es tun darf, wenn Terroristen es andauernd mit Raketen und Drohnen beschießen?“ Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigte erst vergangene Woche, der Kampf gegen den Iran und seine Verbündeten unter anderem im Libanon und der islamischen Terrororganisation Hisbollah „so lange wie nötig“ weiterzuführen. „Was ist das für ein journalistischer Standard?“, kritisierte Sander das ZDF weiter, „das entwickelt sich langsam zu einer Propaganda, zu einem Sprachrohr des islamischen Regimes.“ Lesen Sie auchAuch der Extremismusforscher Ahmad Mansour meldete sich zu dem Vorfall. „Israel hat in diesem Fall nicht ‚den Libanon‘ angegriffen, sondern gezielt die Terrorinfrastruktur der Hisbollah“, schrieb er. Er kritisierte, dass die Angriffe der Hisbollah auf Israel in dem ZDF-Bericht ausgeblendet werden – und man vergeblich eine israelische Stimme sucht, während „die Mullahs im Beitrag ihre Sicht ausbreiten, und zwar ohne jede kritische Nachfrage“. Das Narrativ ist aus seiner Sicht gefährlich. Beim Zuschauer bleibt hängen: Israel sei an allem schuld. „Das ist falsch“, so Mansour. Als „Desinformation“ bezeichnete den Beitrag auch der Publizist Ralf Fuecks. Das „Heute Journal“ blende nicht nur die Gründe für die Gegenangriffe aus, sondern auch die Rolle des Iran ebenso wie „die Tatsache, dass die Hisbollah den Libanon als Geisel genommen hat.“ Zurück bleibe laut Fuecks das Bild von Israel als Friedensstörer. Laut dem Nahost-Thinktank „Mena-Watch“, zeigen die Reaktionen, dass es sich nicht um eine isolierte Debatte handelt, sondern um einen symptomatischen Vertrauensverlust in die journalistische Sorgfalt des Senders.shem
Krieg in Nahost: „Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“ – Heftige Kritik an Israel-Bericht im ZDF-„Heute Journal“ - WELT
Ein Beitrag im „Heute Journal“ löst scharfe Kritik aus: Israel soll sich laut ZDF nicht an ein angebliches Friedensabkommen gehalten haben. Dabei werden Fakten verdreht und Stimmen ausgeblendet.






