Gefahr durch Hitze : Auf diese körperlichen Warnsignale sollte man achten23.06.2026, 10:31Lesezeit: 2 Min.Sonnenstiche, Kopfschmerzen, Dehydrierung: Das heiße Wetter kann dem Körper zu schaffen machen. Unikliniken in Hessen stellen sich auf ein hohes Patientenaufkommen ein.Die Unikliniken in Hessen sind auf die anhaltende Hitzewelle vorbereitet. „Wir verfügen derzeit weiterhin über genügend Betten- und Personalkapazitäten, um die hohe Zahl an Akutfällen zu versorgen“, teilte der Sprecher der Unimedizin Frankfurt mit.„In der Notaufnahme der Universitätsmedizin Frankfurt wurden in den vergangenen Tagen sehr viele Patienten versorgt, deren Behandlung auf saisonale Ursachen zurückzuführen sind“, sagte er. Neben Notfällen mit direktem Hitzebezug habe es sich dabei beispielsweise um Schlaganfälle, Motorradunfälle oder Alkoholvergiftungen gehandelt.In Marburg hingegen wurde laut Andreas Jerrentrup, Chefarzt im Zentrum für Notfallmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, noch kein erhöhtes Patientenaufkommen verzeichnet – es wird aber erwartet. „Zum einen gibt es in solchen Hitzeperioden immer wieder Patienten mit Sonnenstichen, sogenannten Insolationen, die durch anhaltende Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken entstehen“, erklärt er. Es komme zu einer Reizung der Hirnhäute und sogar zu einem lokalen Hirnödem, wobei die Körpertemperatur nicht steigen müsse.So erkennt man einen SonnenstichTypisch seien ein hochroter, heißer Kopf bei meist normal temperiertem oder kühlem übrigem Körper, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Unruhe und Ohrgeräusche, sagt der Chefarzt. „Die Beschwerden treten oft erst nach Stunden auf, gelegentlich erst in der Nacht. In schweren Fällen können Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle oder Kreislaufkollaps auftreten.“ Besonders gefährdet seien Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Menschen und Personen mit lichtem Haar.Wenn eine Hitzeperiode länger anhalte, trete meist nach einigen Tagen die sogenannte Exsikkose auf – die Menschen trocknen aus. „Sie betrifft vor allem ältere Menschen. Das Durstempfinden ist im Alter reduziert, weshalb oft zu wenig getrunken wird, hinzu können Erkrankungen wie Demenz oder auch Schluckstörungen kommen“, erklärt Jerrentrup.Bei leichten Formen genügten ein wiederholtes Anbieten von Flüssigkeit und Trinkpläne, bei schweren Formen müsse ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, weil dann Infusionen notwendig seien. Aus Gießen heißt es: „Unsere Zentrale Notaufnahme hält grundsätzlich einen adäquaten Vorrat an Infusionslösungen vor, der bei Hitzewellen nochmals angepasst wird.“
Sonnenstich: Auf diese Warnzeichen des Körpers sollte man achten
Sonnenstiche, Kopfschmerzen, Dehydrierung: Das heiße Wetter kann dem Körper zu schaffen machen. Unikliniken in Hessen stellen sich auf ein hohes Patientenaufkommen ein.











