PfadnavigationHomeRegionalesHamburg300 Millionen EuroHamburg wartet noch auf gewaltige Corona-RückzahlungenStand: 09:48 UhrLesedauer: 2 MinutenViele Gastronomie-Betriebe hatten Hilfen erhalten – bei der Rückzahlung stockt es jetztQuelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpaHamburg wartet auf ausstehende Corona-Hilfen in dreistelliger Millionenhöhe – nun startet die Investitions- und Förderbank massenhaft Rückforderungen. Die Staatsanwaltschaft prüft mögliche Betrugsfälle.Mehr als drei Jahre nach Ende der Corona-Pandemie wartet die Stadt Hamburg auf die Rückzahlung von Wirtschaftshilfen. Forderungen von rund 300 Millionen Euro sind bisher nicht beglichen worden, wie die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) auf Anfrage mitteilte. Stand Ende März gab es rund 25.000 offene Forderungen.Wie die IFB weiter mitteilte, werden ausstehende Beträge nach dem Ablauf von Fristen zurückgefordert. Zahlt ein Empfänger Geld nicht zurück, wird ein Verfahren eingeleitet. Wie lange der gesamte Rückforderungsprozess dauern wird, lässt sich der Bank zufolge nicht abschätzen. Staatsanwaltschaft prüft mögliche BetrugsfälleWährend der Pandemie bewilligten Bund und Länder mehrere Hilfen. Zunächst legte der Bund die Soforthilfe auf, die die Existenz von Kleinunternehmern und Selbstständigen während des ersten Lockdowns sichern sollte. Danach folgten unter anderem mehrere Überbrückungshilfen für Unternehmen. Lesen Sie auchDer Finanzbehörde zufolge wurden in Hamburg während der Pandemie rund 3,8 Milliarden Euro Hilfen bewilligt. Die Zahlungen beschäftigen teils noch die Justiz. Der Staatsanwaltschaft zufolge laufen Verfahren gegen 74 Beschuldigte. Bislang hat die Anklagebehörde mehr als 820 Betrugsverfahren geführt.Auch der Bund hat RückforderungenSchon im vergangenen Sommer hatte sich abgezeichnet, welche Dimension die späte Abrechnung der Corona-Hilfen in Hamburg annehmen würde. In einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion vom Juli 2025 war von rund 358 Millionen Euro die Rede, die Empfänger in der Hansestadt nach damaligem Stand zurückzahlen sollten; zugleich wurden rund 48 Millionen Euro an Nachzahlungen genannt. Die Stadt zählte zu diesem Zeitpunkt circa 2000 Schlussabrechnungspakete mit offener Forderung und circa 8000 Rückforderungsbescheide. Bundesweit läuft die Aufarbeitung der Pandemiehilfen ebenfalls weiter: Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurden für Überbrückungshilfen sowie November- und Dezemberhilfe 1,8 Millionen Anträge mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro bewilligt. Bei den bis Frühjahr 2025 geprüften Fällen kam es in rund 29 Prozent zu Rückforderungen; im Saldo könnten nach Einschätzung des Ministeriums am Ende bis zu 700 Millionen Euro an den Bund zurückfließen.jlau
300 Millionen Euro: Hamburg wartet noch auf gewaltige Corona-Rückzahlungen - WELT
Hamburg wartet auf ausstehende Corona-Hilfen in dreistelliger Millionenhöhe – nun startet die Investitions- und Förderbank massenhaft Rückforderungen. Die Staatsanwaltschaft prüft mögliche Betrugsfälle.







