Deutschland ist beim Trend zum E-Bike eine Hochburg in Europa, doch der Boom schwächt sich ab. Kunden profitieren in Form sinkender Preise, zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY Parthenon. Demnach macht die Fahrradbranche nirgendwo in Europa so viel Umsatz mit Elektro-Rädern wie in Deutschland: 2025 steuerten E-Bikes hierzulande 85 Prozent des Gesamtumsatzes mit Fahrrädern bei – mehr als in Österreich (79), den Niederlanden (73), Frankreich (54) und Spanien (35).
Vom Gesamtumsatz mit E-Bikes in Europa von knapp zehn Milliarden Euro entfiel 2025 allein rund die Hälfte (4,97 Mrd. Euro) auf Deutschland. Hierzulande war mehr als die Hälfte der verkauften Räder motorisiert (53 Prozent). Noch mehr waren es in Europa nur in Österreich mit 57 Prozent.
Markt allmählich gesättigt
Fast alle Arten von Rädern sind inzwischen elektrifiziert, allen voran Mountainbikes mit einem Anteil von über 90 Prozent. Auch Elektro-Lastenräder kurbeln das Geschäft an.
Doch nach Jahren des Booms kommt das Wachstum bei E-Bikes zum Erliegen, so die Studie. „Europaweit entfielen 30 Prozent der verkauften Fahrräder auf E-Bikes und blieben damit auf dem Niveau des Vorjahres“. Der deutsche E-Bike-Markt sei zwar noch nicht ganz gesättigt, aber reifer geworden, sagt Stefan Mohr, verantwortlich für das Sportbusiness bei EY-Parthenon. Es gebe Zeichen einer „leichten Marktsättigung“.










